Leicht-KFZ - viele Fragen, bitte um ehrliche Antworten

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Markus
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Leicht-KFZ - viele Fragen, bitte um ehrliche Antworten

Beitrag von Markus » Mi 10. Dez 2008, 20:11

Hallo. Ich bin nun neu hier im Forum. Zu mir : ich fahre derzeit seit über 20 Jahren VW, zur Zeit Golf4. Der jetzige hatte in seinen 4 Jahren bei mir Reaparaturen im Bereich von ca. 1900 Euro, demnächst sind Zahnriemen, Stoßdämpfer und so weiter dran. Nun gut.
Vor gut einem Jahr sah ich ein Leicht-KFZ die Straße entlang fahren und seither interessiere ich mich für diese Fahrzeuge intensiv. Es führte mich zu einem sehr ehrlichen Händerl, der mir sagte, dass er die Dinger zwar verkauft, dennoch mit der Verarbeitung nicht zufrieden sei. Seine Aussage war: wenn ich wenig Ärger mit Reparaturen haben will, dann eben alle 3 Jahre einen neuen besorgen. Vorteil : die Preise sind dann nicht so niedrig im Verkaufswert. Es schloß sich eine längere Probefahrt eines MC1 in Bad Driburg an, die mich völlig überaschte über die Anfahrt am Berg, und eben auch dem Fahrspaß. Dennoch verschob ich den Kauf erstmal und fuhr seit April mit meinem Roller. 45 KmH sind nicht die Welt, aber auch nicht so langsam. Zwischen Mai und November rostete mein Golf vor sich hin ,da ich mit den 45 KmH auskam.
Nun überlege ich mir, vielleicht mal zur Abwechslung ein Leicht-KFZ zu holen. Also gut 45 KmH, längere Fahrten mache ich eh mit dem Zug oder Bus.
Dazu kam eine Unterhaltung mit einer Frau, die einen MC2 fuhr und soweit zufrieden war (nur einmal rutschte wohl ein Stromkabel vom Anlasser), meinte aber: zuviel Geld für das Fahrzeug, jedoch absolut zuverlässig.
Wie verhält es sich nun mit folgenden Dinge, die vielleicht bewertungsfrei gegeben werden könnten: Ungeachtet dessen, dass mich jederzeit ein LKW plattwalzen kann, so frage ich : Wie sieht es aus mit der Verarbeitung generell ? Wie sind eure Erlebnisse gegenüber anderen Autofahrern ? (Probleme bei Nachtfahrten) ? Wenn etwas kaputt geht, kann ich es als gelernter Handwerker auch wirklich selbst wieder instand setzen ohne teures Spezialwerkzeug ? Was geht "gerne" mal kaputt (vom Riemen mal abgesehen) ?
Ich habe im Forum leider immer nur Foren gefunden, die letzten Beiträge von 2005 oder 2006, und dann immer mit dem Tenor "bloß die Finger weg davon", oder auch "bin total begeistert".
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Nova500
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Beitrag von Nova500 » Do 11. Dez 2008, 19:46

Hallo Markus,
also ich rede mal mit einer Erfahrung von ca. 40.000 km seit März 2006. Ich fahre also im Monat ca. 1300 km und denke, dass das eine Km-Zahl ist, die man mit einem KfZ-Durchschnittsfahrer vergelichen kann.
Ich hatte gut 2 Jahre einen Ligier Nova 500 (29.000 Km gefahren, aber der war gebraucht km-Stand ca. 730 und stand fast 2 Jahre draussen nur herum, bedeutet mehr Anfälligkeit, denn Fahrzeuge können sich kaputtstehen). Es gab folgende Probleme: Größtes Problem: Untere Variomatic (Feder gebrochen), obwohl ich immer
normal gefahren bin und auf normalen Strassen. Das ist glaube ich bei ca. 16.000 km passiert. Vielleicht war es auch einfach Pech. Weitere Probleme: Wasser im Innenraum, nach vielen Wochen Suche selber behoben, ist sicher keine Leicht-Kfz-Macke, kenne auch Golffahrer mit diesem Problem; hintere Bremsscheiben neigen bei extremen Wetter wie z.Z. zum Festsetzen, trotz täglichem Fahren. Kleinere Macken: Karosserie ist sehr empfindlich, leider bilden sich an mehreren Stellen kleine Spannungsrisse; Speziell LeichtKfz wie Nova, wo der Motorraum seitlich und unten offen ist: der Riemen rutscht nach starkem Regenfall, aber nur wenn man gestanden hat, am Anfang, bei Fahrt ist aber alles OK; Antriebsriemen: Ja ist schon nach 10.000 km anfällig und neigt beim Nova nach ca. 5000 km zum ungleichmäßigen Beschleunigen. Grundsätzliche Verarbeitung eines Leicht-KfZ: Wie eben beschrieben ist nun mal durch die Leichtbauweise alles empfindlich, aber man fährt auch schon mein Nova recht gut, die Strassenlage halte ich für stabil. Dafür schleppt man nicht wie andere immer über eine Tonne mit sich herum, um ca. 80 kg durch die Gegend zu fahren (schau mal wieviel Personen im Schnitt im Kfz sitzen, dürften in 98% aller Fälle 1 Person sein). Verhalten der anderen Autofahrer: Von blöden Blicken bis zum Staunen, aber im großen und ganzen wird man akzeptiert. Nachtfahrten: kein Problem, die elektrische Ausrüstung hat PKW-Niveau: Winter: wird innen gut warm, startet auch gut bei Kälte.
Neuere Modelle: Ich fahre jetzt einen X-TOO R und habe ca. 11.000 km runter (seit Frühling 08): Deutlich besseres Fahrwerk als der Nova (Strassenlage u.Federung besser und auch weniger Klappern usw.); Motor ruhiger (der Hammer soll der neue DCI Common Rail sein, aber Ligier fängt erst langsam damit an, der alte PumpeDüse Lombardini Diesel ist zuverlässig, da der eigentlich für den 24h Betrieb ist, aber vibriert bei einem Fahrzeug mit 350 kg Leergewicht natürlich schon), leiser im Innenraum als der Nova, Motoraum rundherum verkleidet, ist zwar etwas leiser dadurch, aber viel wichtiger der Riemen bleibt trocken, abgesehen vom großen Kofferraum. Der Kofferraum hat beim XTOO R im Gegensatz zum Nova unten auch vom Rahmen Alustreben, so dass es stabiler ist, aber zu schwer darf es natürlich nicht werden, habe aber schon einige große Sachen eingeladen, was ein SMART nie geschafft hätte, obwohl das eine schwere Kiste ist (ca. 800 kg Leergwicht glaube ich).
Fazit: Ein LeichtKfz darfst du nicht mit einem dicken Daimler vergleichen, aber mir macht es nach wie vor Spass damit zu fahren und komme auch auf Bundesstrassen damit klar. In Berlin Mitte oder Potsdam (Stadtmitte) bin ich auch nicht langsamer als die dicken Daimler- oder BMW-Fahrer :-)
Lustig ist, wenn andere Autofahrer an der Ampel sich nicht hinter einen stellen, sondern daneben, macht beim XTOOR spass, wenn der andere einen Kleinwagen hat, denn der XTOOR zieht ziemlich gut los, so dass der andere Mühe hat locker schnell vorbeizuziehen :-) Liegt sicher auch an der 45, die hinten dran klebt, dass andere nicht dahinter stehen wollen. Leicht Kfz sind schon etwas anfälliger als andere KfZ, aber wenn ich das früher mit meiner Motorradzeit vergleiche, geht es aber. Wovon ich dir abrate: keinen Zweitakter nehmen, kommst nicht vom Fleck; Tipp: Neue Modelle sind schon deutlich besser als ältere, wobei ich aber nur von Ligier reden kann, aber Aixam und Microcar haben auch neue Modelle, aber dazu kann ich nichts sagen, vielleicht sind hier im Forum andere, die dazu berichten können ?

Markus
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Beitrag von Markus » Do 11. Dez 2008, 21:06

Vielen Dank schonmal für diesen ersten Überblick. Leider (?) habe ich mich zur Zeit an einem Microcar verguckt, was daran liegt, dass da eben ein Airbag zusätzlich drin ist. Ich könnte mir denken, dass ich den mal brauchen kann, zumal ich vor gut 20 Jahren einen schweren Unfall hatte (kein Airbag, Ergebnis Kopfprellungen und gebrochen Nase)
Mir fiel zum Thema noch die Aussage einer o.ä. Frau ein, die mir sagte: LeichtKFZ ja, nur nach 2 Jahren fielen Aufgrund der Vibrationen die Teppiche raus. Die hätte sie einfach wieder gut eingeklebt, dann war das Problem durch.

Heute habe ich mich indes wieder ärgern müssen : Der Golf kam durch den TÜV, 100 Euro sind weg. Der Prüfer meinte auch gleich : alle Reife neu machen lassen (nochmal 360 Euro), dazu kämen in spätestens 2 Jahren die Bremsscheiben (nochmal 200 Euro pro, dazu Arbeitszeit). Wasserpumpe ist auch mal dran, ebenso andere Dinge.
Das sind alles Dinge, die mich halt dazu bewegen, auch mal in andere Fahrzeuge reinzuschauen.

Mit Nachtfahrten meinte ich übrigens : wie sind da die Reaktionen der anderen Fahrzeuge ?

Und wie schaut es aus mit dem eigenen handwerklichen Einsatz : Glühlampen tauschen, Riemen selbst tauschen, kommt man gut an Ersatzreifen ran, ........ Bei der Variomatik ist das natürlich ein Problem, da müsste man wirklich selbst dran, sofern das mit "üblichen" Werkzeug machbar ist.
Gruß, Markus
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leichtfahrzeug / erfahrung

Beitrag von bonny50gl » Fr 12. Dez 2008, 08:24

hallo markus

kann dir leider noch wenig eigene erfahrungen berichten da ich ncoh an meinem microcar bonny bujahr 1989 rumbastle ( noch 2 takter 50 ccm motor )

von der karosserie her hat er trotz des alters keine risse oder so stand wohl die meiste zeit rum hat erst c 8 600 km nur hat da der vorbesitzer mal in der elektrik rumgebastelt
da gibts noch bisle was zu tun

fehlten auch einige teile wie schlüssel heckscheibe use und da gbs schon probleme die zu beschaffen

habe aber vor kurzem einen herrn getroffen der den microcar mc1 ? hat der ist sehr zufrieden der fuhr früher schon den alten microcar und war damit auch zufrieden
allerdings sind die teile teuer hintere stoßstange hatte er gespachtelt da die neu 300 € kosten würde

er hat den alten wie den neuen hier beim boschdienst wenn mal was ist und die haben das alles gut im griff

bei dem gespräch kamn auf dem baumarktparkplatz viele dazu die sich auch interessierten die dann jedoch über den neupreis etwas erstaunt waren

in den nächsten tagen wird meine garage soweit sein damit ich endlich im trockenen weiter schrauben kann um das fahrzeug wieder auf die straße zu bringen

grüße aus heidelberg

bonny50gl

klaus

Nova500
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Beitrag von Nova500 » Fr 12. Dez 2008, 19:44

Nachtfahrten: Mir ist bei meinen 40.000 km nichts aufgefallen. Die anderen reagieren ganz normal, wie zu anderen KFZ. Bei Nacht sieht man ja weniger, dass es ein Leicht-Kfz ist und man könnte denken, da kommt einer mit einer modifizierten SMART-Version an ;-)

Glühlampenwechsel Nova 500: Scheinwerfer, Blinker und Rückleuchten kein Thema,
alles gut zugänglich. XTOO R: Scheinwerfer : ziemliches Gefummel, da man dass nur vom Radkasten machen kann, Plastikkappe ab (vorher Vorderrad mit dem Lenkrad drehen), Gummischutz runter und ertastet alles blind. Rückleuchten beim XTOO R: leicht wechselbar.
Riemen: Kann man mit normalen KfZ-Werkzeug machen, kein Spezialwerkzeug
erforderlich.

Ersatzrad Nova 500: Innen im Kofferraum, vorher Teppich und Kunststoffplatte runter, Klammer lösen, fertig.

XTOOR: Rad ist außen unter dem Kofferraum. Habe ich noch nie gelöst, sieht aber einfach aus: Im Kofferraum innen eine Mutter lösen, dann geht die Metallhalterung nach unter runter, rad vorziehen, fertig.
Ligier hat nur Noträder (Durchmesser kleiner und Reifen dünner, dadurch max. 35 km/h)

Man kann am Leicht-Kfz alles mit normalen Werzeug machen, kein Unterschied zu Motorrädern und Kfz.

Problem: Die Ersatzteile sind sehr teuer, es gibt keine Alternativen, wie günstige Teile anderer Hersteller, liegt sicher an den zu geringen Stückzahlen, dass sich das nicht lohnt.
Einige Verschleißteile sind aber günstig: Reifen kannst ganz normale vom Reifenfritzen nehmen. Die Bremsbeläge sind bei Ligier einigermaßen günstig (Bremsscheiben, Bremssattel sind aber z.B. teuer).

Also Geld muss man beim Leicht-Kfz genauso reinstecken, bei normalen PKW sind auch immer wieder Macken, da gibt es keine grundsätzlichen Unterschiede. Ein Kfz ohne Macken wird es kaum geben. Es gibt Leute, die erst was machen, wenn nichts mehr geht (Totalausfalll). Ich bin zugegeben etwas empfindlicher und würde, wenn es
vorher erkennbar ist, schon vorher Teile austauschen, denn die Fahrsicherheit sollte im eigenen Interesse liegen. Auch an kleinen Macken bastle ich schnell herum.

Einige Male wurde ich schon böse angesprochen (nicht Polizei), warum ich vorne kein Kennzeichen habe, naja kennt kaum einer, dass man nur hinten ein Versicherungskennzeichen hat :-)

Wie kann sich ein Teppich durch Vibration lösen ? Bei Ligier ist der nicht eingeklebt, sondern liegt auf dem Boden.

Markus
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Beitrag von Markus » Sa 13. Dez 2008, 08:30

Warum sich der Teppich lösen kann, da habe ich damals nicht nachgefragt :-)
Aber auch dieses Problem soll in wenigen Stunden behoben worden sein, so sagte es mir die Frau.
Sicher : Geld muss man immer reinstecken. auch ein ach so tolles deutes Auto muss regelmäßig in die Werkstatt. Mich ärgert es jedoch, wenn immer mehr nicht mehr zuhause erledigt werden kann, da man zu allem und jedem ein Spezialwerkzeug benötigt. Zu Zeiten meiner Lehre fuhr ich einen Mitsubishi, da wurde der Zahnriemen an einem Samstag morgen bequem selbst erneuert , 20 Minuten Arbeit. Beim Golf wurden mir 4 Stunden in der Werkstatt in Aussicht gestellt, summasumarum mal eben 400 Euro.

Wie sind denn die Dinge zu wechseln wie "Stoßdämpfer" (Nicht jeder Mensch hat eine elterliche Garage, in der eine Hebebühne eingebaut ist), Bremsen ? Bremsscheiben von VW sind auch nicht billig, alleine die Bremsbeläge vorne schlugen mit ca. 250 Euro (inkl. Arbeit und Steuer) zu Buche.
Bei meinem alten Passat wechselte ich bequem die hinteren Kugellager, das war in 30 Minuten gegessen. Heute geht das auch nicht mehr, da muss man wiederum die Werkstatt besuchen. Beim Leicht-KFZ scheint das immer noch selbst machbar zu sein.
Schaue ich durch die Einträge, ist die Variomatik wirklich ein Drama. Doch auch das sollte sicher selbst zu machen sein, oder ?

Vielen Dank schon mal für die vielen Einträge von euch.
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Beitrag von Nova500 » Sa 13. Dez 2008, 09:41

Ich habe leider auch keine Garage und schon garnicht eine Hebebühne. Ich lasse das meiste von einer Werkstatt (schon wegen der Garantie) machen. Wie gesagt kleine Sachen mache ich selber. Brembeläge lass ich von der Werkstatt machen, am besten zusammen mit der Wartung, gewisse Dinge sollte der Fachmann machen, wenn man ein zuverlässigen gefunden hat. Selber basteln bedeutet: ruhiges Plätzchen suchen, wo nicht ständig einer an einem vorbeifährt und warmes trockenes Wetter.

Hebebühne: Beim Leicht-Kfz musst aufpassen, dass die Punkte am Rahmen aufliegen, ist anders als beim normalen PKW. Meist ist es ein Alu-Rahmen, der bei Ligier vorne und hinten z.B. auch in verschiedenen Höhen ist, bedeutet Holzklötze drunter, wenn die
vorhandenen Auflagen an der Hebebühne nicht weit genug eingestellt werden können, aber eine gute Werkstatt bekommt das hin. Nur ATU hatte sich damals bei meinem Nova nicht getraut als ich mal Ganzjahresreifen drauf machen ließ. Die entschieden sich dann für die klassische Art mit Wagenheber :-)

Variomatic: Hört sich dramatisch in den Beiträgen an, aber ist nicht so schlimm. Ich glaube, dass besonders die ungekapselten Motorräume durch Witterungseinfluss, die Varios viel anfälliger machen. Neben Riementausch müssen die auch mal gereinigt werden und Trockenschmierstoff in die Getriebvario (Feder). Eine regelmäßige Pflege sorgt für guten Betrieb. Beim XTOO R habe ich im Gegensatz zum Nova bemerkt, dass es nie ruckelt oder rutscht. Mit 11.000 km ist der Riemen noch OK (wurde in der Wartung 10.000 km nachgemessen, dass der noch nicht getauscht werden muss).
Die Variomatic beim XTOO R ist auch deutlich gegenüber dem Nova verbessert worden und kann ich wie gesagt am Verhalten bestätigen.

Stoßdämpfer: Dürften bei den leichten Fahrzeugen nicht das Problem sein, vielleicht nur wenn ein Teil nicht sauber produziert wurde. Als Hobbyhandwerker müsste das auch zu schaffen sein. Am Motorrad hatte ich das auch mal gemacht, aber da kommt man auch an alles viel besser ran.

Bremsbeläge Nova 500 vorne und hinten (also alle 4) liegen so bei ca. 45 EURO, dann kommt Lohn dazu. Eine freie Werkstatt kann das schnell machen.

Markus
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Beitrag von Markus » So 14. Dez 2008, 00:03

Bislang liest sich das alles gut.
Da mir heute mal wieder die Türschlösser eingefroren waren -- gibt es das auch beim Leicht-KFZ ? Vermute mal ja.
Wie ist denn das Fahrverhalten auf : Schnee ? Oder auch , wenn der schnee festgefahren ist und mal schon mit einem großen PKW so seine lieben Problem hat, gradeaus zu fahren.

Zusammenfassend kann man also sagen : Leicht-KFZ haben also Vorteile, aber auch Macken wie alle anderen Autos. Ersatzteile seien teuer, nun, als Fahrer eines deutschen Autos kennt man das eh. Wer etwas handwerklich geschickt ist, kann auch mittlere Pannen selbst beherrschen. Die anderen Autofahrer aktzeptieren diese Fahrzeuge (ich im übrigen auch). Da könnte ich mal fragen, ob es sowas wie einen Club oder so gibt, der den Fahrer als soichen auch einmal einen Tag lang in die Technik einweist. Unterschiede gibt es ja doch, wie ich bei meinen Probefahrten merkte.
Ach ja: Was mir selbst negativ auffiel, war der fehlende Bremskraftverstärker. Gibt es den generell nicht, oder kann der nachträglich eingebaut werden ?
Weiter oben hies es noch, dass die Leute schon staunten, als sie den Neupries eines solchen Fahrzeugs erfuhren. Dazu sollte man vielleicht sagen, dass mir gestern erst ein gebrauchter Polo angeboten wurde - mit Automatik, versteht sich -, BJR 2005. Sage und Schreibe für 125000 Euro ! Aussage des Händlers : Soetwas gibts fast nicht, weil keine Nachfrage bestehen würde. Somit kann ich auch den Neupreis von 10 000 durchaus in anderem Licht sehen.

Zu guter letzt interessiert mich noch eine Sache, und zwar die der Sicherheit. Leicht-KFZ sind selten in Unfälle verwickelt, das ist mir bekannt. Ehrlicherweise sind auch nur wenige der Fahrzeuge unterwegs, da sie bekanntlich von "anderen" Kreisen geblockt werden, wie auch die Medikamente, die nicht von der Pharmaindustrie produziert werden. Ein paar Videoclips fand ich bei Youtube, auch den Crash vom MC1 - der deutlich besser Abschnitt als eine Ente oder ein VW-Käfer, dennoch : gibt es hierzu halbwegs unabhängige Berichte, Fotos, oder so ? Angeblich musste gar der ADAC vor geraumer Zeit zähneknirschend zugeben, dass es Schlimmeres gibt als ein Leicht-KFZ ;-) , Problemzonen seien die Kopfstützen. Sind das alles noch Berichte aus dem Jahr 2004, auf die man sich als Lobbyist gerne beruft, oder ist es immer noch so ?

....heute fuhr ein Ligier an mir vorbei. Ich muss immer wieder feststellen : es hat das "gewisse Etwas".
Vielen Dank an euch, nova500 und bonny. Eure Antworten haben mich weiter gebracht.
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Beitrag von Nova500 » So 14. Dez 2008, 10:36

Türschlösser: Hier hatte ich noch nie das Problem. Da eine elektrische Zentralverriegelung bei fast allen Ligier standard ist, habe ich bis zu -15 °C (März 2006) kein Problem gehabt, nur die Tür selbst kann um die Dichtungsgummis einfrieren, dann vorsichtig versuchen. Ich hatte nur mal beim Nova ein Problem mit der Zentralverriegelung, dass die eine Seite nicht zu ging (Klacken war aber zu hören), hier fehlte einfach etwas Fett und war dann nie wieder ein Thema. Eher ein Problem:
eingefrorene Fenster (natürlich elektrisch betrieben;-), gerade wenn man morgens eis gekratzt hat und "blind" losfährt, da durch die Kälte innen auch alles beschlägt, da beim Diesel erst so ca. nach 5 Min. richtig die Heizung pustet, später wenn der warm ist, wird es richtig warm im Innenraum, nur die Startphase ist blöd. Eine gute Sicht brauche ich schon deshalb, da bei mir praktisch jeden Morgen viele Wildschweine auf unseren Strassen rumlaufen, die sieht man sonst schwer.
Tankschloss: Hier hatte ich vor ca. 2 Wochen ein problem, dass es gefroren war und an der Tankstelle erst mal blöd dagestanden habe, ging aber dann nach Geduld. Die Schlösser haben bei Leicht-Kfz keine Klappe, so frieren die schon mal ein. Wo war es denn diese Tage so kalt, dass ein Türschloss zugefroren ist ? Z.Z. sind hier auch nachts Temperaturen über null.

Schneefahrten: Hatte nur wenige Tage gegen Winterende 2006 ca. -15 °C und Eis und Schnee, mit Ganzjahresreifen bin ich klar gekommen, man muss halt langsam fahren. Fahrwerk vermittelete mir ein sicheres Fahrgefühl, nur durch das leichte Fahrzeug, rutscht man vielleicht etwas schneller als eine 1,5t Büchse.
Der Motor (Lombardini 505 cm²) scheint immer gut zu starten, solange der Dieselkraftstoff nicht eingefroren ist, also gleiches Problem, wie bei anderen Diesel-Kfz, aber bisher reichte der Winterdiesel, den die Tankstellen ja alle im Winter haben, nur wennn Du mit Sommerdiesel im Winter startest, wird es wohl ein Problem werden.
XTOOR: In diesem Winter gab es schon einige Male Schnee, aber eher Matsch , Fahrgefühl aus meiner Sicht OK, Geschwindigkeit anpassen !

Crashtest: Ist klar, dass Leicht-KfZ wegen 350 kg Leergewicht nicht mit anderen KFZ verglichen werden können. Aber Unfälle mit anderen KfZ können genauso ein Problem werden: z.B. Baum, Laterne, Betonmauer, Massencrash auf Autobahnen oder ein LKW macht auch einen Daimler platt. Insofern ist das relativ. Viel gefährlicher ist Motorrad- oder Fahrradfahren (ich hasse Radfahrer, die bei Dunkelheit ohne Licht auf der falschen Strassenseite fahren) da diese nur 2 Räder haben.

Bremskraftverstärker: Bei 350 kg Leergewicht und max. 45 km/h überflüssig und man spart sich etwas was zusätzlich kaputt gehen kann, die vier Bremsscheiben sind aus meiner Sicht OK (ein SMART hat hinten nur eine Trommel).

Hoher Preis: Deshalb fahren ja so wenige damit. Man spart dafür im Monat. Mir ist kein anderes Fahrzeug außer Fahrrad bekannt, dass mtl. weniger kostet als eine Monatskarte und ich vergleiche die in unserer Region günstigen Monatskarten. Ich wohnte mal im Raum Stuttgart, da kostet eine Monatskarte ca. das doppelte von Berlin.

ADAC: Bin auch Mitglied, aber könnte mir vorstellen, dass Leicht-KFZ nun einmal leider nicht in das Image der deutschen Autofahrer passt. In Italien sieht es da ganz anders aus, da haben viele Leicht-Kfz und nach meinem Kenntnisstand mehr als in Frankreich. Es gibt ja doch erstaunlich viele Leicht-Kfz-Hersteller, da könnte ich locker hier knapp 20 aufzählen. Mircocar, Chatenet, Piaggio, Aixam und Liger scheinen in Deutschland am meisten vertreten zu sein. Auf der Strasse sehe ich auch sehr selten Leicht-Kfz.

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Beitrag von Markus » So 14. Dez 2008, 22:15

Diese kleine Diskussionsrunde war mehr wert als die letzten Monaten Internetsuche. Vielen Dank !
Nur ist es eben so, dass ich irgendwie am MC1 etwas gefrassen habe :-))

Wie ist das mit dem Antriebsriemen : wie wird der gewechselt ? So wie es aussieht, müsste man mit einem breiten Schraubendreher drunter gehen und dann langsam mit der Hand weiterdrehen, so dass der Riemen sozusagen ausgehebelt wird. Oder wie geht das ?
Und sonst scheinen die Motoren wirklich kein Problem zu haben, auch die anderen Foreneinträge weisen nicht darauf hin. Wenn ich sehe, wieviele Probleme in den Foren über VW, BMW und was weiß ich diskutiert werden, dann könnte ich fast den Eindruck bekommen, dass ein Leicht-KFZ schlichtweg stabilier läuft - was aber sicher auch falsch ist. Schade, dass sich noch niemand gemeldet hat, der wirklich mal ein "Problemfahrzeug" hatte.
Ach ja: Preisverfall ? Von 10000 in drei Jahren runter auf ..... geschätzt 5000 ?,liege ich mit der Einschätzung richtig ?

Gruß in den Süden. Im Münsterland war es neulich unter Null, daher fror ein Schloß ein. Das Fensterproblem habe ich anders im Griff : es gibt so eine Nano-Flüssigkeit, die man auf die Scheibe aufträgt, Darauf perlt das Regenwasser ab und das Eis ist auch bei Minus 2 Grad noch mit dem Abzieher einfach abzubekommen.
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Beitrag von Nova500 » Mo 15. Dez 2008, 20:07

Varioriemenwechsel: Nein nichts runterhebeln ;-) Die "Glocke" muss abgeschraubt werden, hier sind es so ziemlich bei allen Leicht-KFz zwei Muttern. Glocke abziehen und der Riemen geht dann leicht raus.

Normale PKW anfälliger als leicht-KfZ: Der Eindruck täuscht. Bedenke mal wieviel Leute es gibt, die normale PKWs fahren und wieviele ein Leicht-Kfz, entsprechend ist die Anzahl der User in Foren, es wird viel weniger geschrieben. Es gibt für Leicht-Kfz auch Foren in Italien und Frankreich, bin allerdings keiner dieser Sprache mächtig ;-)

MC1: Ist doch ok, wenn so ein Fahrzeug in deiner Nähe kaufen könntest. Ich kenn den MC1 nur von Bildern, wobei Microcar jetzt den "M.GO" (http://www.microcar.fr) rausgebracht hat, übrigens auch als Elektrofahrzeug. Der MC1 hat doch auch einen Lombardini Diesel, also den altbewährten Italiener.
Aber eigentlich muss ich als Ligierfahrer für Ligier mehr Werbung machen ;-)

Preisverfall: Was ich in den letzten 3 Jahren beobachtet habe (Autoscout24 oder mobile.de) ist, dass der Verfall lange nicht so hoch ist, wie bei normalen KfZ, nach 3 Jahren sind da durchaus noch 7.500 € drin, wenn das Fahrzeug OK ist, trotz der empfindlichen Leichtbauweise. Grund wird sein, da es viel weniger Kfz davon gibt, also sind die Preise hoch, denn es gibt durchaus Nachfrage danach.

Falls mit Gruß in den Süden mich meinst, dann jetzt doch eher in den Nordosten (bin waschechter Berliner und habe nur kurze Zeit in Stuttgart gewohnt).

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Beitrag von Markus » Mo 15. Dez 2008, 21:50

Man bekommt aber durch die "wenigen" Einträge sehr schnell einen Überblick über das, was es so an Problemchen gibt. Das meinte ich :-)
Was ich so lese, ist auch, dass man diese Art der Fahrzeug gut 3 Jahre recht fehlerfrei fahren kann. Das ist im Vergleich zu den normalen PKW auch gleich. Mein Gebrauchter war 5 Jahre alt mit 50 000 auf dem Tacho. Nun bin ich 4 Jahre weiter und um einige Reparaturen reicher. Man kann Glück haben, oder auch eben nicht. Mal verliert man, mal gewinnen die anderen.

Den M-Go schaue ich mir mal an.
Wenn ich noch Fragen habe, dann melde ich mal wieder ;-) Vielleicht noch: ab wann rostet der Auspuff runter ?

Gruß, Markus
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Beitrag von Markus » Mo 15. Dez 2008, 22:22

Ach doch, eine Frage habe ich doch noch. Es geht dabei um die eigentliche Schaltung des Fahrzeugs. Bei der Probefahrt mit dem MC1 fiel mir auf, dass der kleine Knauf nicht ganz so leicht zu bewegen ist. Vermutlich schaltet der unten im Motorbereich die Variomatik. Sind diese Knüppelchen anfällig, bzw. die Mechanik, die wohl aus Gestänge besteht ?
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schaltung

Beitrag von bonny50gl » Mo 15. Dez 2008, 22:27

hallo markus

kan zwar nicht sagen wie es beim mc 1 ist aber beim alten microcar bonny betätigte die " schaltung " ein gestänge für vorwärts leerlauf rückwärts

gleichzeiting wurde damit der gaszug beim schalten etwas entspannt um die leerlaufdrehzahl abzusenken damit die variomatic nicht schon mitläuft und es nicht knirscht beim schalten

wenn dann die fahrstufe eingestellt war war dann auch der gaszug wieder gespannter

klaus

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Beitrag von Nova500 » Di 16. Dez 2008, 20:20

Schaltung: Ich kenne nur die vom Nova 500 und XTOO R.
Nova 500: Der Hebel kann gut bewegt werden, hatte nie Probleme, aber man muss beim Nova 500 immer zum Einlegen des Vor- oder Rückwärtsganges den Ring unter dem Knauf hochziehen und nach unten wieder rasten lassen.
XTOOR: Deutlich besser zu bedienen, leichter Druck nach unten und dann nur nach vorne oder hinten schieben, kein Ring zum einrasten erforderlich.

Gilt nicht nur für Nova 500 und XTOOR, sondern für viele Leicht KFz neuerer Bauart:
Der Hebel schaltet nur im Umschaltgetriebe mechanisch per Seilzug die drei Stellungen vorwärts, Leerlauf und rückwärts (praktisch wie bei der klassischen Fahrradbremse der Seilzug). Das Umschaltgetriebe sorgt dafür, dass die Vorderräder die Kraftübertragung der Variomatic bekommen. Der Motor und das Umschaltgetriebe sind völlig getrennte Einheiten, beide also Motor und Umschaltgetriebe sind über die Variomatic (Motorvario und Getriebevario) verbunden. Aus dem Umschaltgetriebe kommen die Antriebswellen (Ausgangswellen) der beiden Vorderräder raus und an der Einganswelle ist die Vario dran.

Gas: Wird übrigens auch per Seilzug übertragen, da die meisten Leicht-KfZ Pumpe-Düse Diesel haben, bei Ligier immer vom Lombardini, andere haben z.B. Kubota oder Yanmar usw. Der neue X-TOO R DCI (Common Rail) wird voll elektronsich gesteuert, also kein Gaszug, wie gesagt, der kommt erst nächstes Jahr auf dem Markt. Das Fahrwerk und die Karosserie ist mit dem normalen XTOOR identisch, nur leiser, weniger Verbrauch und weniger Vibrationen. Obwohl der "alte" XTOO R auch schon deutlich weniger vibriert als der Nova 500, denn die 505er Diesel ruckeln schon ganz schön, vermutlich weil Diesel auch einen viel höheren Druck haben, als Ottomotoren, da Diesel ja Selbstzünder sind. Siehe: http://www.automobiles-ligier.com/

Auspuff: Hatte den Nova von 2006-2008 also genau 2 Jahre, war Baujahr Ende 2004, keinerlei Anzeichen von Rost dagewesen, obwohl das Fahreug davor gut 1,5 Jahre nur draussen rumstand (vor meiner Zeit, da ich das Fahrzeiug täglich nutze und nicht zum ansehen gekauft hatte).

Markus, hast eigentlich einen neuen oder gebrauchten MC1 gefahren ?

Markus
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Beitrag von Markus » Fr 19. Dez 2008, 05:57

Hallo.
Ich fuhr einen ganz neuen MC1, der war sozusagen noch warm aus Frankreich eingetroffen. Mir fiel dabei auf, dass an den Bremstrommeln gut zu sehen eine Art Flugrost drauf war. Ob das normal ist, weiß ich jedoch nicht.
Der Wagen zog gut durch, und auch eine Probefahrt am Berg war entgegen meinen Vorstellungen ausserordentlich gut. Man könnte fast sagen, dass der Wagen einne Sprung nach vorne machte, obwohl er aus dem Stand bergauf fahren musste.
Etas unruhig war er schon, was natürlich auf den 2-Zylinder zu schieben ist. Ein paar Passanten lächelten freundlich, als ich die Straßen entlang fuhr. Der Motor ist gut gedämmt, nur konnte ich in der geringen Zeit, in der ich das KFZ fuhr, nicht viel mehr testen.
Punktum : wenn das Teil für 3 Jahre keine nennenswerten Probleme machen würde, wüßte ich, was ich im kommenden Jahr einmal machen würde. Irgenwelche verrückten Dinge sollte man in seinem Leben ja mal gemacht haben ;-)

Gruß,
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Nova500
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Beitrag von Nova500 » Fr 19. Dez 2008, 19:08

Bergauf: Stimmt, der Diesel hat wirklich einen guten Anzug am Berg, wenn man bedenkt, dass der nur 5,4 PS hat. Von diesem Wirkungsgrad können sich die Großen eine dicke Scheibe abschneiden :-)

Rost an der Bremstrommel: Auch die Ligier haben an den Bremsscheiben beim Herumstehen eine Rostneigung. Falls man regelmäßig fährt, insbesondere vorne
ist auf der Reibfläche kein Rost, aber bei dieser nasskalten Winterzeit habe ich auch beim XTOO R an den hinteren Bremscheiben etwas Rost, auf beiden Seiten ein dünner Streifen in voller Kreisform, da scheinen die Beläge nicht voll aufzustzen und hinten hat man sowieso nur ca. 30 % Bremswirkung. Die Schicht hinten lässt sich aber leicht entfernen,weil es nicht nur Rost ist, sondern vermischt mit Dreck, der mit eingeschliffen ist. Ansonsten bildet sich an den Scheiben etwas Rost an den Außenkanten und im Bereich Richtung Radachse, wo keine Beläge mehr entlang schleifen.
Bei den großen KFZ habe ich schon schlimmer verrostete Scheiben gesehen auch bei neuen Modellen.

Eigentlich ist es nicht verrückt, wenn man ein Leicht-Kfz fährt oder wie ist das zu verstehen ? ;-)

Markus
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Beitrag von Markus » Sa 20. Dez 2008, 00:41

Verrückt ist man vielleicht, vielleicht auch nicht. Ich kenne mehrere Leute, die ein neues Auto kauften und mir klar versicherten : Die ersten 3 Jahre fehlerfrei. Dummerweise sah ich zumindest zwei von denen in der Werkstatt. Für die Betroffenen war das eher peinlich, weil sie ja sooo gut Qualität aus Deutschland oder Frankreich hatte.
Somit : 3 Jahre sollten erreichbar sein, daach weg und neuer her.

Der Rost an der Bremstrommel. Das war nicht die Bremsfläche, versteh mich nicht falsch. der "Flugrost" war oben auf der Trommel sichtbar. Also mit Sicherheit nicht an den Bremsbacken oder Scheiben ! Und damit zurück zu meinem Golf : einmla im Jahr muss der weg in die Werkstatt. Die Bremsbacken hinten werden dann überarbeitet, es kommt neues Fett an die Laufflächen des Bremsen. Machtm an das nicht, hat man ein permanentes laute Quietschen "von hinten". Aussage des Werkstattleiters war : "Golf-Krankheit".
Eine Krankheit, die gut 80 Euro pro Jahr kostet und auf eine Fehlkonstruktion hindeutet.
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Beitrag von Nova500 » Sa 20. Dez 2008, 10:31

Bremstrommel MC1: OK habe ich soweit verstanden, mir ist klar, dass man bei einer Trommel von außen keine Brembacken sieht und gekapselt sind, hatte früher ein Motorrad, das hatte hinten auch eine Trommelbremse, Beläge habe ich da selber gewechselt. Ich meinte nur, dass bei so einer Witterung wie z.Z. gerade (es schüttet bei uns ja heute "endlich mal wieder" den ganzen Tag) sich auf der Oberfläche leichter Rost bildet.

Normales KfZ: Ich weiss nicht welcher Wages es ist, könnte aber der Golf sein, wenn man in der Nähe als Fußgänger den Beginn des Bremsvorgangs miterlebt, dann ist immer am Anfang ein kurzes quietschen, aber nur am Beginn und macht den Eindruck, dass es der Bremshebel ist, aber kann er nicht sein, da Geräusch außen.

Je nach Witterung kann auch mal beim Leicht-Kfz eine Scheibe quietschen, aber was ich erlebt habe nie beim Bremsvorgang, da waren alle Ligier total ruhig, sondern während der Fahrt, ab zu je nach Witterung leichtes quietschen, aber nicht sehr laut.
Höre ich aber bei normalen Kfz sehr oft und viel lauter, dass die Scheiben während der Fahrt quietschen.

Markus
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Beitrag von Markus » Di 23. Dez 2008, 10:35

Der Golf hat in der Tat das Problem mit den quitsche-Bremsen. Das Problem ist - lt. Werkstatt - eines der typischen Probleme. Die Bremsbeläge wandern ja auch Führungsschienen (bildhaft ausgedrückt). Durch Wettereinflüsse verdrecken und gammeln diese langsam, egal wie gut und viel man bremst. Irgendwann kommt die Bremsbacke nicht mehr weit genug zurück und jallert leicht an der Bremsscheibe. Das ist aber auch bei anderen Fahrzeugen oft zu hören. Man bemerkt dann auch schnell, dass das jeweilige Rad wärmer als der Rest wird. Im Fall PKW : Werkstatt, alles zerlege, komplett reinigen, Paste drauf. Und schon mal einen Termin für in 12 Monate machen.

Mir ging das Problem der Kugellager nicht aus dem Kopf. Bei meinem alten Passat wechselte ich die Dinger hinten selbst, vorne waren sie schon gepresst. Wie ist das mit einem Leicht-KFZ ? 10 000 Kilometer ist ja keine Laufleistung, und wenn, dann : kann man diese Lager auch vorne selbst wechseln, oder sollte man den Kram demoniteren und eben zur Werkstatt bringen ? ( Frage nach Ersatz-Kugellager )
Ja, ich frage viel nach diesen Reparaturen, aber ich habe so manche hohe Rechnung gesehen über Dinge, die ich als Lehrling an einem uralten Auto selbst erledigt habe, nun aber immer mehr auf die "Fachwerkstatt" angewiesen bin.
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