Spritpreise

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rolf.g3
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Spritpreise

Beitrag von rolf.g3 » So 8. Mär 2026, 18:19

Hallo Leute !

Wie Ihr möglicherweise bereits feststellen durftet sind die Spritpreise in den Himmel geschossen ( aber so extrem NUR in Deutschland, das europäische Umland staunt ebenfalls ) wegen einer militärischen Auseinandersetzung zwischen dem möchtegern-Friedensnobelpreisträger und einem radikalen Regim.
Was hat das mit uns zu tun ? Eigentlich garnix, die betreffenden Leute wollen nur noch reicher werden als sie sowieso schon sind, daher der neuerliche Preishöhenflug an der Tanke.

Diesel vielerorts über 2,- €, da freut man sich wenn die Karre nur 3,5 Ltr vom Guten verlangt.
Die schlechte Nachricht: Der Dieselpreis kann noch höher steigen, schlecht für alle die soweiso schon rechnen müssen.
Die gute Nachricht: Es gibt Alternativen. Treibstoff zu ca 1,30€/Ltr sind realisierbar, aber nicht für alle.
Autos, die moderne Commonrail-Diesel fahren ( also alle CDI und DCI in unseren Autos ) haben keine Wahl und müssen das teure tanken, die übrigen, alt hergebrachten Motoren wie der Kubota Z402, der Yanmar 2NTE, der Lombardini 502 / Focs/ Progress, der Mitzubishi, allesamt Vorkammer/Wirbelkammer Motoren dürfen tatsächlich mit Salatöl gefahren werden.
Moderne Motoren kommen mitr der etwas zäheren Flüssigkeit des Salatöls nicht zurecht oder das Salkatöl greift die Dichtungen der Injektoren an.
Das Sakatöl hat eine ähnliche Energiedichte wie herkömmlicher Diesel, ist, wie gesagt, etwas dickflüssiger und im Motor können verharzungen die Leistung des Motors über die Zeit reduzieren. Deshalb empfiehlt es sich hin und wieder Diesel zu tanken um die Verbrennungsrückstände zu beseitigen.
Vorwärmeinrichtungen für PÖL ( Pflanzenöl ) in alten Dieseln, wie wir sie fahren, sind nicht notwendig. Sinken die Aussentemperaturen unter 0°C ist aber mit Versulzung des Salatöls zu rechnen, hier empfiehlt es sich 1-5% Benzin beizumengen.
Der Haken: Viele Hersteller und Versicherer ziehen ihre Haftung bei der Nutzung von PÖL zurück, bedeutet: Garantieansprüche werden versagt !
Tatsächlich ist es sogar legal PÖL zu fahren, allerdings, und das ist hier die schlechte Nachricht: VORHER beim örtlichen Finanzamt/ Hauptzollamt einen Antrag stellen. Man bekommt ein Fahrtenbuch und trögt hier alle Tankungen mit PÖL und die zurückgelegten Kilometer ein. Am Ende des Tages wird dieses Fahrtenbuch eingereicht und man bekommt eine Rechnung über die Kraftstoffsteuer, die man zu entrichten hat - ja, wenn man Rapsöl aus dem Aldi in sein Auto schüttet wird es Kraftstoffsteuerpflichtig.
Weil wohl derzeit viele Dieselpiloten auf solche Ideen kommen und bei Aldi, Lidl & Co " tanken " gehen ist mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit zu rechnen eine Dieselprobe abgeben zu dürfen. Dazu sperrt die Trachtentruppe die Renne und zieht gezielt Dieselfahrzeuge raus, Tank öffnen und Dieselprobe ziehen. Die Rennleitung weiss zimlich genau nach was sie suchen: Diesel ist farblos, fürs Militär blau eingefärbt, Heizöl ( Chemisch 100% identisch ) ist rot eingefärbt, ebenso Schiffsdiesel ( Steuerbegünstigt - aber nur bei Verwendung als Heizöl oder eben Schiffsdiesel ).
Das goldene Rapsöl fällt auf jeden Fall auf.

Fazit: Salatöl kann durchaus eine Alternative für die sündhaft teure Plörre sein. Man muss sich über die Folgen im Klaren sein, sowohl was den Betrieb im Fahrzeug alsauch strafrechtlicher Konsequenzen bei nicht angemeldetetn PÖL-Tankungen.

Ich erkläre hier aber bindend folgendes: Alles was ich hier gesagt hab ist OHNE Garantie und ohne Gewährleistung und ohne den Anspruch auf Richtigkeit !!! Wer jetzt in Sein Fahrzeug PÖL tankt und mir einen wie auch immer gearteten Schaden zur Last legen will - Nee, keine Chanze !

Rudolf Diesel hatte seinen Motor als Vielstoffmotor entwickelt und konzipiert. Er verträgt im Prinzip alles was brennbar und flüssig ist und die Oberflächen nicht angreift. Es sind zB Salatöle aus Raps oder Sonnenblume, Olive oder Leinsamen gewonnen wird, es eignen sich aber auch alle Öle aus der Nuss wie Erdnuss, Walnuss, Buchecker oder Hasel.
Selbst verdünnte Öle wie Motoröl, Getriebeöl, letztere aber verboten im PKW zu fahren. :wink:

Passt auf euch auf und denkt erst darüber nach, was Ihr macht. Jeder ist selbst für sein Handeln verantwortlich

gr
- S - nur echt mit dem grünen Streifen :D

Wer anderen eine Grube gräbt, der hat ein Gruben-Grab-Gerät !

Hätte, wäre, wenn und aber gibt zum Schluss nur blöd Gelaber !

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bulleryan
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Re: Spritpreise

Beitrag von bulleryan » Mi 25. Mär 2026, 08:24

SPRITPREISE durch die Decke 019)

https://www.benzinpreis-blitz.de/?land= ... rung=preis

Warum rationiert Slowenien (und teilweise Nachbarländer)?

Slowenien ist das erste EU-Land, das seit Kurzem (ab ca. 22./23. März 2026) rationiert: Privatpersonen dürfen pro Tag und Fahrzeug max. 50 Liter Benzin oder Diesel kaufen, Unternehmen bis 200 Liter. Das gilt „bis auf Weiteres“.
Grund: Massiver Tanktourismus aus Österreich, Italien und anderen Ländern wegen der dort künstlich niedrig gehaltenen Preise. Die Versorgung drohte zusammenzubrechen, obwohl die Lager eigentlich voll sind.
Ähnliche Einschränkungen gibt es oder gab es in der Slowakei (z. B. Max. 400 € pro Fahrzeug, Kanisterverbot) – auch dort vor allem gegen Grenztouristen.

In Deutschland boomt der Tanktourismus aktuell eher in die andere Richtung (nach Polen, Tschechien, Österreich), wo Sprit günstiger ist. Das führt an Grenztankstellen zu Engpässen und teils selbst auferlegten Limits einzelner Stationen – aber das ist keine staatliche Rationierung.
Droht uns das bald auch in Deutschland?

Kurzfristig (nächste Wochen/Monate): Eher unwahrscheinlich. Die Regierung betont, dass die Versorgung stabil ist. Man setzt auf Preisdämpfung und Kartellkontrolle statt harter Rationierung. Bei einer längeren Eskalation im Nahen Osten könnte sich das ändern – dann wären Notfallpläne (wie in der Ölkrise 1973 mit autofreien Sonntagen) denkbar, aber bisher nicht angekündigt.
Langfristig: Durch höhere CO₂-Steuer (ab 2026 schon spürbar) wird Tanken sowieso teurer, unabhängig vom Krieg. Rationierung wäre aber eher ein absolutes Krisenszenario (z. B. bei totaler Blockade wichtiger Ölwege).

Fazit: Die Preise drücken aktuell am meisten – nicht die Verfügbarkeit. Wenn du viel fährst, lohnt sich der Vergleich mit Apps wie „mehr-tanken“ oder Grenzfahrten (aber Achtung auf Zollregeln bei großen Mengen). Die Lage kann sich durch den Krieg schnell ändern, aber Stand heute: Keine Rationierung in Sicht für Deutschland.

https://www.deutschlandfunk.de/newsblog ... n-100.html
https://youtu.be/a3YIMBBnRak

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M38A1
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Re: Spritpreise

Beitrag von M38A1 » Mi 25. Mär 2026, 11:24

... die Erziehungsmaßnahme "kauft E-Autos" läuft ... speziell mit Fokus auf die Diesel-Fahrer.
Und auch wenn es nichts mit dem Krieg zu tun hat wird der Preis für HVO100 prozentual zur Steigerung des Diesel-Preisniveaus angehoben.

Derzeit Diesel 50-70 Cent günstiger in Österreich ... mache ich also meinen Tank voll spare ich mindestens 30€ und muß dafür 15 Km -also einmal über die Grenze - fahren. Mit Reservekanister wird das noch attraktiver.

In Österreich sind aber nur 10 Liter Maximalmenge im Reservekanister erlaubt in Deutschland 20 Liter.
Also kassieren die Österreicher für die zu großen Kanister ab ... die Deutschen sobald mehr als 20 Liter in Kanistern dabei sind.

Dazu ist die Zoll-Kontrollstelle auf der A96 bei Weißensberg im Dauereinsatz und auch die Bundesstaße von Bregenz nach Lindau wird dauerkontrolliert.

Da der Zoll - im Gegensatz zur Polizei - weder Anfangsverdacht noch irgend eine Rechtfertigung braucht heißt es einfach "Hosen runter lassen" und "sauber sein".

Man fragt sich einfach wie Dumm sind wir in Deutschland, daß wir uns das alles einfach kommentarlos gefallen lassen ...

Grüßle vom Bodensee Micha

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