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Grüße von der Rennleitung

Hier könnt ihr euch und eure Leichtkraftfahrzeuge vorstellen. Zeigt her eure Schätzchen!

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Grüße von der Rennleitung

Beitragvon Wiltschka » 08.12.2018 00:12

Ganz kurz:
Uwe, 59 Jahre, bald geschafft!
Seit 1982 in diversen Verkehrsdiensten in Hessen.
Spezialgebiet eigentlich motorisierte Zweiräder, seit Sommer 2017 (was hab ich da bloß für eine Sch ...e angefangen 017) ) hauptsächlich mit meinem neuen "Hobby" beschäftigt: Falsch versicherte Pkw (als Krankenfahrstuhl, Leicht-Kfz, KKR, KKr-Mofa-25).
Die Versicherungen schmeißen mich mit Anfragen zu, seit sie gemerkt habe, dass da einer sitzt, der sich kümmert.
Die fragen an, ich zeige an …
und informiere mich aus allen zugänglichen Quellen - und kläre auch auf, soweit ich kann - so bin ich auch hier gelandet.


Reicht das als Vorstellung? 090
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon guidolenz123 » 08.12.2018 09:48

Bild

Was bedeutet ?


Die Versicherungen schmeißen mich mit Anfragen zu, seit sie gemerkt habe, dass da einer sitzt, der sich kümmert.
Die fragen an, ich zeige an …



Erzähl mal..

Edit:
Und zeig mal ggf Fotos von Pkw -Womo -Krad
oder auch Dein Konterfei...damit wir Dich identifizieren können ... :mrgreen: 019) :lol: :wink:
Gruß Guido
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon rolf.g3 » 08.12.2018 10:16

moin,

Auch von mir ein herzliches Wilkommen 004)

guidolenz123 hat geschrieben:Was bedeutet ?


Naja, ich verstehe das so, das Wiltschka bei der Rennleitung ( Polizei ) in der Sonderermittlungsgruppe Mopedversicherung/Zweiradtuning arbeitet.
Das sind die Jungs, die mit einem Mobilen Rollenprüfstand die jugendlichen Rollerfahrer prüfen, oder an Wochenenden mit einem Phonmessgerät an beliebten Mopedstrecken zu laute Motorräder stillegen.
So in etwa ...
In der Nachbarstadt haben wir so einen Kollegen, der weiß absolut alles von allen Moped´s. Was original ist, was eintragungspflichtig ist oder was Tuning ist. Der ist seeehr beliebt bei den jungen Tunern der Gegend ...
Ohne diese Jungs aber, wären 25er Roller, die mit 120 unterwegs sind, an der Tagesordnung, quasi amerikanische Verhältnisse - nix was man braucht ...

gruß rolf
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon tass02 » 08.12.2018 10:33

Willkommen 004)

Hört sich für mich eher so an das Versicherungen sich an jeden Strohalm klammern um sich von evtl, Zahlungen zu drücken da sucht man schon mal auch im kranken Paragraphen System.
In Hessen kocht man sowieso eine Extra wurst und man kann schon froh sein das man diesen abzock verein der sich
Bündelungsbehörde schimpft nicht überall in Deutschland hat 072)

Grüße
Roland
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon Wiltschka » 08.12.2018 12:11

Moin.

Den Eindruck, dass sich die VS an jeden Strohhalm klammern um berechtigte Zahlungen nicht leisten zu müssen, hab ich in diesem Sektor nicht.

Die wollen die schwarzen Schafe, die eure Haftpflichtprämien hochtreiben, einfach gerne loswerden.

Wer fährt solche falsch versicherten Pkws als angebliche fahrerlaubnisfreie "Mofaautos"?

Sprities und Leute, die nie eine FE hatten, entsprechend hoch ist die Unfallrate.

Und da als zulassungsfreies Fahrzeug versichert, hauen die auf eure Haftpflichtversicherungsprämien.

Bei den Leuten ist auch zu über 90 % im Regress nichts zu holen.

Und angefangen hat das Ganze bei mir mit 3 Pandas, die bei mir im Beritt als Krankenfahrstühle unterwegs waren. Seitdem als Selbstläufer quasi explodiert.

Sonderermittlungsgruppe klingt gut? Wird da sonderbezahlt? Unser Gruppe besteht aus: Lonestar Wiltschka, mir alleine 033)

Zu den aktuellen Dimensionen: 2018 bereits über 700 Anzeigen, die 800 mach ich noch voll. Ausermittelt, vernehmungsfertig an die zuständigen Stationen deutschlandweit versandt.

Letztes Jahr etwas über 400, da lief es ja auch erst an 017)
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon guidolenz123 » 08.12.2018 13:47

Was machst Du konkret , wenn Du wen erwischst mit zB Panda UND !!! ECHTEN Krankenfahrstuhl-Papieren ?. Welche Hirnis von TÜV und Co auch immer solche Papiere ausgestellt haben...echt sind diese (ich weiß...die meisten sind getürkt) ..aber selbst nach jedweder alten Vorschrift nicht materiell Gesetzes-konform entstanden, sondern nur formell zutreffend, also erst mal gültig....Die materielle Fehlerhaftigkeit muss der Einzelne (Fahrer) bei der für Laien undurchsichtigen Rechtslage aber nun wirklich nicht erkennen .
Gruß Guido
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon tass02 » 08.12.2018 16:05

Versicherungen sind ganz bestimmt auf unser wohl bedacht :roll: :lol: Ansonsten kann ja jeder versichern was er will egal ob er einen Schein hat oder nicht, fahren ist wieder ein anderer Sache, das ist dann auch eher was für die Verkehrspolizei.

Jetzt ist es ja so das eine Versicherung ohne angaben gar nichts versichert und macht man die falsch ist der Versicherungsschutz sowieso hinfällig 017) macht doch alles sehr wenig sinn bei den paar die da herumfahren einen Aufwand zu betreiben.

Guido ich gebe dir recht nur wird man sagen wenn es soweit ist, Unwissenheit schützt vor strafe nicht.

Grüße
Roland
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon guidolenz123 » 08.12.2018 16:38

tass02 hat geschrieben:Versicherungen sind ganz bestimmt auf unser wohl bedacht :roll: :lol: Ansonsten kann ja jeder versichern was er will egal ob er einen Schein hat oder nicht, fahren ist wieder ein anderer Sache, das ist dann auch eher was für die Verkehrspolizei.

Jetzt ist es ja so das eine Versicherung ohne angaben gar nichts versichert und macht man die falsch ist der Versicherungsschutz sowieso hinfällig 017) macht doch alles sehr wenig sinn bei den paar die da herumfahren einen Aufwand zu betreiben.

Guido ich gebe dir recht nur wird man sagen wenn es soweit ist, Unwissenheit schützt vor strafe nicht.

Grüße
Roland


Das gilt nur für den (nicht vermeidbaren) Verbotsirrtum.

https://de.wikipedia.org/wiki/Verbotsirrtum


Für den Tatbestandsirrtum gilt das nicht. (...für den unvermeidbaren Verbotsirrtum auch nicht).


https://de.wikipedia.org/wiki/Tatbestandsirrtum
Gruß Guido
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon Wiltschka » 08.12.2018 22:38

Versichern kann eben nicht jeder was er will. Das ist nur gängige Praxis geworden, weil wie überall in unserer Gesellschaft nur noch auf schnelle Abschlüsse und schnelles Geldverdienen geschaut wird, auf billige Arbeitskräfte und erst mal auf das Geld was "reinkommt".
Beim Versichern über ein Versicherungskennzeichen / zulassungsfrei müsste gemäß Vorschriften (auch versicherungsinternen Weisungen) immer eine Betriebserlaubnis oder EU-Übereinstimmungsbescheinigung vorgelegt werden. Es reicht nicht einmal der Versicherungsnachweis vom Vorjahr/Vorhalter.
Das Problem sind die ungeschulten Mitarbeiter, die gar nicht wissen, was sie wem verkaufen, die sich ein X für ein U vormachen lassen. Wenn sie wenigstens beherzigen würden, dass Zulassungsbescheinigungen Teil I oder II, Fahrzeugschein oder Brief niemals zulassungsfreie Fahrzeuge dokumentieren, dann wäre schon viel gewonzurücktretennen.


Und der Witz: Die Versicherung ist nicht ungültig. Da ist ein Kraftfahrzeug ganz eindeutig über die FIN haftpflichtversichert. Natürlich kann die Versicherung von dem Vertrag wegen Täuschung zurücktreten. Dazu muss sie aber erst einmal von der Täuschung Kenntnis erlangen. Im Schadensfall kann sie alle Kaskoansprüche von sich weisen, gegenüber Dritten muss sie aber immer zunächst haften. Ob sie dann im Innenverhältnis Versicherung/Versicherungsnehmer im Rahmen des Regresses Gelder zurückbekommen kann, hängt nicht zuletzt von den wirtschaftlichen Möglichkeiten des VN zusammen. Gegenüber Dritten kommt die VS nur raus, wenn die Kündigung/Unwirksamkeit des Vertrages ausgesprochen wurde und auch erst ab diesem Zeitpunkt. Solange der VN das Versicherungskennzeichen aber noch hat, wirds auch da schwierig.

Und ein paar? Davon ging ich letztes Jahr auch aus. 076)

Mit den 700 Anzeigen dieses Jahr, davon etwa 320 aus dem aktuellen Verkehrsjahr und dem Stapel auf meinem Tisch würde ich jetzt gerne noch von ein "paar" sprechen. Im Verhältnis zu allen Pkw sicherlich wenige, im Vergleich zu den echten Leicht-Kfz aber deutlich mehr. Jedenfalls nicht mehr in der Promilleregion, auch wenn die Leicht-Kfz langsam zunehmen durch die Elektrofahrzeuge.

So was mache ich wenn mir jemand "echte" Krankenfahrstuhlpapiere beim Panda vorlegt?

1. Müssten da nicht nur "Hirnis" beim TÜV gepennt haben, sondern 2. auch noch solche auf der Zulassungsstelle. Denn der TÜV stellt nur Gutachten aus, die die Zulassungsstelle erst zur Betriebserlaubnis machen müsste. Ein Gutachten reicht eben nicht aus - theoretisch, ich weiß, die Versicherungsmenschen haben keine Ahnung und viele meienr Kollegen auch nicht.

3. Überprüfe ich zunächst die Echtheit, zunächst über Sichtkontrolle (wie beim Ausgangsdokument auf Unstimmigkeiten, Vordruckmuster/Ausstellungsdatum, rechtskonforme Angaben im "Gutachten" ( Krankenfahrstuhl mit 425 kg Leergewicht zeigen nur, dass da einer mal was gehört hat von einer Erhöhung des Leergewichtes, aber eben nicht weiß wo und was), Angaben zur Erstzulassung lassen sich über die FIN beim KBA abgleichen, oft waren die Fahrzeuge bis vor kurzem noch amtlich zugelassen, so dass die angaben auch nicht stimmen können, etc - und
4. ...soweit möglich Abgleich über die angeblich ausstellende Stelle. Die müssen zwar eigentlich nur 10 Jahre die Daten speichern, oft kommt man aber noch viel weiter zurück an die Originale.
Du willst jetzt auf die Gutachten raus, wo tatsächlich ein Prüfer gepennt oder die Augen zugemacht hat. Nun rechtsfehlerhafte Gutachten müssen zurückgenommen werden, das Papierchen ziehe ich auf jeden Fall ein. Der rechtswidrige Zustand, dass damit ein Pkw mit Versicherungskennzeichen als zulassungsfrei in den Verkehr gebracht wird, wird durch mich erst einmal beendet. Wie ich weiter gegen Prüfer, Halter etc vorgehe, ergeben die Ermittlungen.


Das ganze hatte ich bei dem mehr als 1000 Vorgängen bisher erst einmal! Falschbeurkundungen gab es auch bei Krädern früher schon reichlich, an sich also nichts neues.

Die Frage, was der Halter/Fahrer als Laie erkennen muss, wird doch sowieso in jedem Einzelfall geprüft. Ich gehe da mit dir völlig konform, dass viele der Fahrer gar nicht wissen, dass es nicht zulässig ist. Da muss dann geklärt werden, hätten sie es wissen können/müssen oder war es nicht erkennbar. Eigentlich kann es jeder wissen, der ein solches Fahrzeug (Microcar echt oder unecht) kaufen will. Wenn du Brötchen willst, gehst du auch nicht zum Klemptner. Dann gehst du zum Bäcker. Und jedem steht der Weg zur Zulassungsstelle und Fahrerlaubnisbehörde offen.

Dann schau auf das Klientel, 99,9 % ohne Fahrerlaubnis, ein Teil davon wegen Suff. Zumindest die wissen, was ein Pkw ist. Und wer den AM gemacht hat für ein Microcar, sollte die Definition auch verinnerlicht haben.

Aber all das ist nicht mein "Problem". Ich prüfe die objektiven Tatbestände, ermittle den Geldwertvorteil und schicke die Anzeigen (außer denen, die bei uns im Beritt anfallen) über die StA Gießen an die zuständige StA raus. Und informiere die für den Wohnort zuständigen Polizeidienststellen vorab, damit die Versicherungskennzeichen so schnell wie möglich eingezogen werden.

Mehr ist von mir auch gar nicht leistbar.

Außer die parallel laufenden Ermittlungen zu den Serienfälschung zu dem Fahrzeugpapieren. 4 Serien konnte ich bisher feststellen, einer (Klein-)Serie davon konnte ich den Fälscher bisher zuordnen.

Und dann die (dummen) Betrüger, die die Fahrzeuge erstmals falsch deklarieren und dann weiterverkaufen, die also dadurch auffallen, dass sie die Fahrzeuge als erste falsch versichern und sofort mit Vertrag weiterverkaufen (kaufen für bis zu 300 € (Schrott eben) und als Krankenfahrstuhl dann für 2000-300 weiterverkaufen). Das ist eben leistbar, weil eben gerade diese Vielzahl an Vorgängen über einen Schreibtisch läuft. Da schau ich dann auch schon mal, wovon die sonst so leben (Hartz IV?) und fertige dann die passende Anzeige (gewerbsmäßiger Betrug) und die Mitteilung an seinen "Arbeitgeber" dazu.

Und die Zusammenarbeit mit den Versicherungen, denen ich beratend zur Seite stehe, wie man diese schwarzen Schafe aussortieren kann.

Also eigentlich Kripo-Arbeit, die ich leiste.

Und dann die vielen Gespräche mit den Kollegen, die solch eine Anzeige von mir fangen und keine Ahnung haben, um was es überhaupt geht. Da hab ich inzwischen PDF-Dateien, wo ich das meiste zusammengestellt habe ...


Also zusammengefasst: Über Langeweile kann ich nicht klagen.
Wiltschka
 
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon guidolenz123 » 09.12.2018 09:36

Na dann.....schnapp Dir die Richtigen....nicht die , die selbst "beschissen" wurden... :wink:
Gruß Guido
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon tass02 » 09.12.2018 14:53

guidolenz123 hat geschrieben:Na dann.....schnapp Dir die Richtigen....nicht die , die selbst "beschissen" wurden... :wink:


Schön durch die Blume geschrieben, letztendlich läuft es nämlich so hinaus.

Ja was soll man darauf antworten ? 

Die ganze Polemik und Kraftausdrücke, alleine die überschrift :roll:  mir ist glatt der Spruch eingefallen: Zieht euch warm an es ist ein neuer Sheriff in der Stadt  :lol:

Natürlich kann man Fahrzeuge anmelden wie man lustig ist, es ist doch nicht den Versicherungsnehmer seine Aufgabe zu sehen ob der Versicherungsgeber alle vorlagen einhält, die weiß er doch gar nicht und braucht sie auch gar nicht wissen. Von daher hält sich mein mitleid sehr in grenzen wenn die trotzdem zahlen müssen, das ist deren Bier das sie selber auszulöffeln haben und bestimmt nicht die des Steuerzahlers. Niemand hindert sie daran ihre arbeit anständig zu machen.

Finde es auch ziemlich unverhältnismäßig eine Soko Tupper zu gründen wegen den paar Miniutos zumal das als Fluchtfahrzeug recht ungeeignet ist :lol: die erwischt früher oder später auch ein Streifenpolizist mit den Fahrrad. Mit Kanonen auf Spatzen schießen nennt man sowas. Da gibt es bei den Personalmangel sicher wichtigeres zu tun.


Grüße
Roland.
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon Windy-MC1 » 09.12.2018 16:01

Servus Wiltschka,
ich find es gut, dass Du Dir hier Informationen holst um dann Aufklärungsarbeit zu leisten.
Gruß
Michael
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon HerrToeff » 10.12.2018 08:36

Ich bin da wirklich hin und her gerissen.

Auf der einen Seite hab ich da schon "Klopper" gesehen, in Ebay einen 25kmh "Krankenfahrstuhl" Passat ..

Andererseits, ich steh auf die echten kleinen Kisten.

Werde ich ab jetzt wenn es mir mal gelingt so einen schnuckeligen Erad Agora zu ergattern dann mit dem Ding -trotz PKW Führerschein- wegen Vorverdacht auf Suffnase von "sensibilisierten" Polizisten künftig an jeder Ecke angehalten und gefilzt? Es war in D schon immer etwas riskanter nicht dem Mainstream zu folgen.

Dazu Beispiele
In den achtzigern stand eig. jeder Mofafahrer unter Vorverdacht sein Mofa schneller gemacht zu haben.

-Ein Schulkamerad wurde damals tatsächlich körperlich misshandelt um technische Verfehlungen zuzugeben
-Ein anderer war schon mehrfach kontrolliert worden als er auf eine weitere Viertelstunde Kontrolle keine Lust hatte bog er vor dem Streifenwagen in einen Waldweg ab, wo der Wagen ihm nicht folgen konnte, er wurde bequemerweise , statt einer aufwendigen Verfolgung, vom Mofa geschossen. Er überlebte, aber querschnittsgelähmt.

2 Kontrollen am Tag waren nicht unnormal. Ständig linste man auf grün weisses, die original Betriebserlaubnisse aus der Zeit, tragen noch gute Spuren vom ständigen Gebrauch.

Diese Polizeierfahrungen aus meiner Jugendzeit sind immer noch ein tiefsitzendes Trauma, ich merke das ich auch heute nicht ganz emotionslos drüber schreibe.

Als ich als junger Erwachsener mit einem für 200 Mark vom Schrott gekauften Vw Bus stolz wie Oskar heim fuhr holte mich eine Kontrolle -in schwarzer schussicherer Montur- mit direkt auf mich vorgehaltener Maschinenpistole aus dem Bus, Finger am Abzug -direkt auf mich gerichtet- und Gebrülle. Dabei filzten ein oder mehrere Hundeführer mit ihren Höllenviechern meine Neuerwerbung .... und Freunde, seitdem weiss ich unter Todesangst vergeht keine Zeit oder alle.

Für mich war das Auftauchen des grün-weissen Autos immer ein Schockmoment. Polizei bedeutete für mich nichts gutes. Eine Jugendliebe von mir wurde bei der Startbahn West per Hochdruckstrahl vom Baum gespült. Eine weitere wurde, als sie bei einer Veranstaltung ein Protest-Schild für mehr Radwege hochhielt, verprügelt, schwer verletzt und ohne Benachrichtigung der Eltern oder Versorgung einfach weggesperrt. Polizei war für mich ein Trauma als Heranwachsender, eine dunkle Erinnerung als junger Erwachsener. Das legte sich als Ende der neunziger eine neue, junge Polizei entstand, Menschen, denen man zutraute ihre "Klientel" mit weniger Verbiesterung oder Verbitterung zu sehen. Leute die vielleicht einen dummen Jungen auf seinem möglicherweise frisierten oder geklauten Mofa eher entkommen lassen als ihn auf die beschriebene Art zu stoppen.

Früher gab es eine Zeit in der vor Polizeikasernen und -Schulen jedesmal die Plakate der Reps bei der Wahl hingen. Das ist heute nicht mehr der Fall.

Es gab eine Zeit in der junge Polizistinnen wirklich keine gute Zeit im Kreis ihrer Kollegen hatten, auch das ist vorbei.

Vielleicht bin ich deshalb etwas sensibilisiert, wenn ich in Deinen Beiträgen mir Gedanken über den ungeschriebenen Kontext mache, wenn Du über "Hartz 4" und "Migrationspakt" redest.

Ich meine es gibt bestimmt Leute die einen "Panda Kankenfahrstuhl" fahren und "Hartz 4" beziehen. Vielleicht einfach weil sie mit amputiertem Bein keine andere Erwerbsmöglichkeit haben, keinen Führerschein auf die Reihe kriegten, sich keinen Wajienberg für DM 30.000 leisten konnten, die Papiere so schön amtlich aussahen und der Verkäufer sie belaberte.

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Aber solche Leute sind Opfer. Man sollte sie nicht im Vorfeld kriminalisieren.

Inzwischen habe ich mehr Lebenserfahrung als früher. Ich verstehe wie man als Ordnungshüter gegen die ganze Welt einen Anfangsverdacht entwickeln kann. Ich verstehe wie man in Ecken zusammenrückt und versucht das bisschen Ordnung zusammenzuhalten. Und ich habe die unverbrüchliche Hoffnung das Menschen die in Deinem Staatsamt sitzen -bei allen menschlichen Strapazen- tief in sich wissen, dass unser Staat nur funktioniert, wenn sie zu den "Guten" gehören.

Wir sind hier ein unparteiliches, unpolitisches Forum. Hier gibt es ein gemeinsames technisches Interresse, das uns verbindet. Alles andere bleibt erstmal draussen. Wir sitzen hier zusammen im geheizten Klubraum und trinken unsere Leichtmobil Soda.

In diesem Sinne möchte ich Dich willkommen heissen in unserem Wohnzimmer, auch und besonders in Deiner Funktion als Rennleitung.
lieben Gruß

"Hai abbattuto la mia cassetta delle lettere con la tua minicar."
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon guidolenz123 » 10.12.2018 09:31

@HerrToeff 023) 023) 023) 023) 023) 023) 023) 023) 023)
Gruß Guido
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Re: Grüße von der Rennleitung

Beitragvon rolf.g3 » 10.12.2018 11:41

moin,

Ja, diese Erfahrungen, die Herr Töff anspricht, habe ich auch aus meiner Jugend: Wilde Verfolgungsjagten mit Streifenwagen durch Parks, vom Moped während der Fahrt runtergeprügelt usw ... waren aber auch schlimme Zeiten das !
Polizist in der heutigen Zeit zu sein verdient in meinen Augen allergrößten Respekt. Klar hab ich ein schlechtes Gewissen wenn vor mir ein Blaulicht blinkt oder die Kelle als Einladung zur allgemeinen Fahrzeugkontrolle auftaucht, da werden schlagartig alle Sünden der vergangenheit wieder präsent ... :(
Doch um wieviel wohler fühle ich mich mit dem Wissen das es Leute gibt die aufpassen.
Wir dürfen nicht vergessen: No - Go - Areas gibt es in Deutschland nicht - im Gegensatz zu den USA oder Südafrika. Das liegt an der Arbeit unserer Polizei.
Wer nix falsches macht, braucht auch nix befürchten ( ... ein Loblied auf das deutsche Rechtssystem ? 101) )
Von daher schließe ich mich Herrn Töffs und Guido´s Beitrag an:
guidolenz123 hat geschrieben:@HerrToeff 023) 023) 023) 023) 023) 023) 023) 023) 023)


und heiße nochmals den User Wiltschka herzlich wilkommen 004)

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