HerrToeff hat geschrieben: ↑So 15. Okt 2023, 21:36
deren Tank innen durchs Lagern so eine Glanzüberzug hatte. Den Sprit rausgeholt auf ein Blech tropfen lassen und in der Sonne trocknen lassen .. siehe da .. klarlack.
Ja, das kenn ich und genau DAS mein ich. Diesen Klarlack finde ich oft in überlagerten Vergasern.
Alles fein überzogen.
Allerdings gehe ich von anderen Ursachen aus.
HerrToeff hat geschrieben: ↑So 15. Okt 2023, 21:36
Was den Papierfilter betrifft, so ist die Erfolgsaussicht damit in Kohlenwasserstoff gelöste andere Kohlenwasserstoffe -wenn Teile des Sprits denaturiert sind- herauszusieben als eher gering anzusehen.
Richtig, das filterst Du damit nicht raus - is das gleiche als wolltest Du gelöstes Salz oder Zucker aus Wasser mit einem Sieb filtern - gelöste Stoffe filtern sich idR recht schlecht ... Es geht um die Schwebeteile - und dazu nun meine Theorie, allerdings:
HerrToeff hat geschrieben: ↑So 15. Okt 2023, 21:36
ch sag das extra so, denn von Chemie hab ich keine Ahnung. Klar hatte ich Chemieunterricht und mit Lug und Betrug hab ich auch den anderen Chemie-Schein ergattern können, aber Chemie stellt für mich die dünne Grenze zwischen Esoterik und Teufelsanbetung dar, mein Verständnis liegt eher im Minus Bereich, isso.
Hab ich noch weniger Ahnung als Du von der Alchemie. Allerdings konnte ich mit dieser Naturwissenschaft frieden schließen - ein promovierter Physiker erklärte mir dereinst, die Chemie gäbe es eigentlich garnicht, es sind durch die Bank weg elektrophysikalische Vorgänge, die da in der Chemie vorgingen, also ist alles reine Physik.
Das beruhigt mich, weiss ich doch ( im Gegensatz zur Chemie ) das es diese Wissenschaft gar nicht gibt und kann so ganz bequem damit umgehen
Und damit sind wir bei meiner Theorie:
Benzin und Benzin-mix sind Flüssigkeiten aus verschiedenen Bestandteilen mit kaum vorhandener Oberflächenspannung.
Benzin hat 3 nennenswerte Eigenschaften: Schnellflüchtige, mittelfristig flüchtige und langfristig flüchtig.
Als erstes verfliegen die schnellflüchtigen Bestandteile, eben die, die die schnelle Zündwilligkeit herstellen, lassen aber ihre Schwebeteile zurück.
Letztlich bleibt vom Benzin eine honigartige Masse die alles verklebt und mit einer Schicht überzieht.
Allerdings ist überalteter Sprit nicht gleich überalterter Sprit. In einem Tank / Vergaser ist alles verharzt und verbappt während der andere Tank nur vor sich hinrostet und der Vergaser zu einem Klumpen wird
In noch anderen Systemen sieht man, das einzelne Teile des Vergasers, vorwiegend Messingteile, angegriffen sind während andere Vergaser das Gehäuse, meist eine Alu-Magnesiumlegierung, heftig reagiert.
Diese Klarlackgeschichte ist mMn ein Ergebniss aus elektrochemischer Reaktion gelöster Bestandteile aus dem Benzin.
Innerhalb des Benzinsystems gibt es Bestandteile die als Spannungsquelle fungieren, da ist zB der Benzintank aus Kunststoff der allein aus Temperaturunterschiede elektrostatische Ladung aufbaut. Auch kann das Benzin als solches als Elektrolyt fungieren und so mit Metalloberflächen reagieren und so seine elektroreaktive Eigenschaft beginnen.
Gelöste Bestandteile flocken aus und verstopfen gerne als feste Bestandteile feine Bohrungen im System.
Dafür sind Papierfilter ideal. Überalterter Sprit hat viel seiner schnellflüchtigen Bestandteile verlohren, damit die Schwebeteile im Anteil erhöht.
Rasenmähervergaser sind, im Gegensatz zu 50ccm-Motor-Vergasern wesentlich unempfindlicher als man denkt. Ein normaler/ andelsüblicher Rasenmäher hat etwas um die 100 ccm und mehr, damit sind die Bohrungen im Vergaser deutlich gröber und gegen zusetzen unempfindlicher.
Die Benzinaufbereitung im Benzinmotor ist immer die gleiche: 14,3:1 - bedeutet: 14,3 Kilogramm Luft zu einem Kilogramm Benzin. Je größer der Hubraum des Motors, desto gröber die monentane Aufbereitung, je kleiner der Hubraum desto feiner.
Und hier liegt das Problem des TE: Der Vergaser, kaum das er gereinigt ist, wieder verstopft
Bernd Bernd hat geschrieben: ↑Sa 14. Okt 2023, 21:00
Ich hatte schon desöfteren einen Vergaser auseinander und gereinigt da ich selbst trabant fahre und auch dran schraube.aber bei diesen ding komm ich nicht weiter. Vergaser wurde ordentlich gereinigt und wieder zusammen gesetzt lief ja auch erst 40km aber wurde dann nach ca. 2km weniger ca 25 kmh dann hab ich noch etwas an der gemischschraube gedreht dann waren es ca 35kmh und nu nur noch ca 29-30kmh.
QED !
Trabantvergaser funktionieren exakt auf die gleiche Weise wie der Morinivergaser, allerdings gehen pro Hub 300 ccm Luft durch den Gaser und nicht wie beim Morini nur max 50 ccm.
Der überalterte Sprit bildet Schwebeteile aus und DAS verstopft bei Berührung durch elektrochemische Reaktion die feinen Bohrungen im Düsenstock - das wars dann mit der Leistung.
Diese Schwebeteile werden herausgefiltert. Selbst ein bloßes ablassen des alten Sprits und neue einfüllen wird nicht viel bringen, es verbleiben zu viele Schwebestoffe im Tank.
Man müsste den Tank mehrfach mit frischem Sprit ausschwenken um den Gehalt an Schwebeteilen signifikant zu minimieren.
Anekdote:
Dereinst hab ich einen Suzuki Samurai in der Mache gehabt. Die Benzinpumpe ausgebaut und ausgetauscht. Der Aufwand riesig ( Hängerkupplung und vergriesgnaddelte Schrauben ) - aber die Karre lief !
Nächsten tag telefon: Der Kasten springt nicht an !
Nochmal den Tank ab und nach der neuen Pumpe geschaut - fest
Pumpe ausgebaut und zum Händler getragen, neue eingebaut, Kasten lief.
Nächsten Morgen erneut das Telefon: Kasten springt NICH an !
Händler angerufen, der sagt: er hat schon hunderte dieser Pumpen verkauft und alle würden laufen ! Auch die, die ich zurückgebracht hab würde bei ihm laufen !!!!
Wieder den Dreck zerlegt. Dabei ist mir aufgefallen, das hier ein leichter Film über allem gezogen ist. Wie sich herausstellte hat ein netter Mitbürger eine Substanz in den Tank geschüttet hat, die ausflockt und alles überzieht und verklebt. Diese Substanz war wasserlöslich, das machte die Geschichte wieder einfach: Tank ausgebaut und mit dem Kärcher gereinigt. Den Rest-Sprit aus dem tank hat mein Aufsitzmäher klaglos gefressen ( der hat keine Benzinpumpe )
Für meine Vorgehensweisen benötigt man lediglich einen gut gereinigten Vergaser und einen feinen Papierfilter. Die Aspen-Treibstoffe sind für andere Zwecke gedacht. Kommt es hier durch Restbenzin im System zu Reaktionen fängt man von forne an, deshalb finde ich diese Vorgehensweise mit Aspen-Treibstoffen eher kontraproduktiv, zumal man nicht, wenn das Aspen fast verbraucht ist, normales Benzin draufschütten, vorher muss der tank gereinigt werden - sonst hat man weder diese Ausflockungen ...
Ich sehe schon, hier werden selbst tiefgreifendste Theorieen und Halbwissen gegenseittig vorgetragen und ausdiskutiert ... SO soll Forum !!!
Letztlich wird all das zur Lösung der Probleme beitragen und der Kasten wieder rennen wie er soll !!!
Weiter so !
gr