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Mögliche Schwachstelle Lombardini LIMA

Verfasst: Mi 30. Sep 2015, 12:29
von rolf.g3
moin,

Das Wetter ist gut, die Laune war gut, Essen ist mäßig ( kaltes Fleischkäsebrötchen von gestern 088) ) und die Nachricht ist schlecht:

Möglicher Schwachpunkt beim Lombardini FOCS 502 mit interner Lichtmaschine ( unter dem Schwungrad ).

All jene die eine LIMA in Ihrer Karre haben die mit einem Keilriemen betrieben wird können hier aufhören zu lesen, denen wünsche ich noch einen schönen Tag. 033)

Alle anderen sei die Warnung hier beschrieben:

Das dreiadrige Kabel, welches zum Regler führt, wird unterhalb der Schwungscheibe in einem Kanal geführt. Dieser Kanal ist aus Blech und läßt sich abschrauben - so das Schwungrad entfernt ist.

Am Ausgang dieses Kanals kann es zum Abrieb der Isolation der Kabel kommen. Folge: Masseschluß.

Das ist in sofern übel, da es dadurch zum Kurzschluß und somit zur Zerstörung der Lichtmaschine kommen kann. In meinem Fall sind 2 der 3 Kabel bereits blank. Die Reparatur ist in sofern blöd, da die Vario und das Schwungrad entfernt werden müssen um die Kabel neu zu isolieren bzw zu ersetzen.

Bisher hatte ich die Batterie im Verdacht das sie ( obwohl recht neu ) bereits altersschwäche aufweist und ihre Kapazität nicht mehr halten kann. Messungen des Ladestroms mittels Multimeter aktuell 14,6 Volt in mittlerer Drehzahl, gleichbleibend bis vollast. Bestens also.
Das Multimeter ist ein Digital - Gerät, hat einen Trägheitsdämfer verbaut und ist zur Ermittlung dieses Fehlers ungeeignet. Der Anschluß eines Analog - Messgerätes ( Motortester aus den frühen 80ern ) zeigt deutlich ein " Zappeln " des Zeigers, vor allem im unteren Drehzahlbereich. Das rührt daher, das ein oder zwei ladekabel auf masse " rütteln " und der Ladestrom kurzzeitig zusammenbricht.
Folge: vermeindlich schwache Batterie, da sie nicht richtig aufgeladen wird.

Dieser Fehler ist schwer zu entdecken, da im Anfangsstadium die Isolation der Kabel sehr klein nur abgeschubbert ist und direkt am Schwungrad. Es sieht auf den ersten Blick nach einem sauberen Schnitt aus. Kaum zu entdecken.

Eines noch: Solche Fehler treten häufig bei falsch verlegten Kabeln auf. Kabel dürfen nicht unter Spannung oder über Kanten lose verlegt werden sondern sollten fixiert geführt werden ( Kabelkanal, Kabelbinder, Klebeband, usw... )
Dieses Kabel war nach meinem dafürachten gut und schwingungsfrei verlegt. Dann wohl eher nicht, MIST !!! 076)

Ich kam dahinter, weil ich den DZM anschließen wollte und das von mir geholte Signal von besagtem Kabel sehr schwach und zappelig war. Der DZM wollte zwar, doch irgentwie ging´s nicht. Bei näherer Betrachtung fand ich die Ursache.
Also vergesse ich den DZM ersteinmal und widme mich dem Ausbau der halben Maschinerie... ich frag mich nur wann???
Viel Zeit habe ich in den nächsten Wochen sehr wenig....

gruß rolf

Re: Mögliche Schwachstelle Lombardini LIMA

Verfasst: Mi 30. Sep 2015, 19:18
von Fuddschi
Tja, man kann bei solchen Experimenten nur dazu lernen 019)

Aber dieser bericht ist gut geschrieben, die Foren- Mitglieder können daran abwägen, ob sich sowas Lohnt 023)

Ich würde nie auf solche Idee kommen, einen DZM Einbauen, da der Dieselmotor in den Kabinenrollern während der Fahrt niemals überdreht werden kann :wink:

Re: Mögliche Schwachstelle Lombardini LIMA

Verfasst: Mi 30. Sep 2015, 19:57
von macbloke
JA sehr guter Bericht. Jetzt verstehe ich auch warum die Regler so schnell und oft bei Ligier ausfallen....

Beziehungsweise überhaupt ist das eine böse Schwachstelle am ligier. Die Modelle mit richtiger Lichtmaschine sind etwas besser glaub ich...

Also hat sich der einbau deines DZM doch gelohnt. womöglich wenn du das nicht oder später bemerkt hättest wäre irgendwas durchgekokkelt?

DZM sind cool. kann man einiges dran ablesen, wenn die Drehzahl nicht so Dreht wie sie soll... Kann man einiges dran ablesen, wenn man darauf achtet. Ein verschleissender Antriebsriemen vielleicht auch?

Re: Mögliche Schwachstelle Lombardini LIMA

Verfasst: Do 1. Okt 2015, 08:52
von guidolenz123
macbloke hat geschrieben: DZM sind cool. kann man einiges dran ablesen, wenn die Drehzahl nicht so Dreht wie sie soll... Kann man einiges dran ablesen, wenn man darauf achtet. Ein verschleissender Antriebsriemen vielleicht auch?

Wenn aber die Vario nicht will ,zeigt auch der DZM nicht wirkl. Aussagekräftiges ,weil der Motor durch die Vario dann oft runtergewürgt wird und wg der Vario nicht auf Touren kommt.

Re: Mögliche Schwachstelle Lombardini LIMA

Verfasst: Sa 10. Okt 2015, 19:14
von rolf.g3
moin,

... so, heute konnte ich endlich meine Zeit der Lima vom Nova widmen.

Das war der Ausgangspunkt:
DSC02926.JPG
DSC02926.JPG (38.33 KiB) 7472 mal betrachtet
... leider etwas unscharf ...

Nachdem ich in etwa 2 Stunden die Vario ausgebaut und das Schwungrad demontiert habe ...

... naja, die Schrauberrei hat eff nur ca 15 Minuten gedauert, der Rest Zeit ging für die erfolglose Suche nach meinem Abzieher für die Vario drauf und den Neubau eines 2. Abziehers ...

... kam dann dieses erschütternde Kringelbild zum Vorschein:
DSC02928.JPG
DSC02928.JPG (60.52 KiB) 7472 mal betrachtet
Alle drei Kabel blank. Mich wundert es das die Hütte nich abgebrannt ist.

Also: Stecker demontiert, Kabel getrennt und Schrumpfschlauch auf jeweils die Kabel aufgezogen und verschrumpft.
Da nur die Isolation abgeschubbert war, die Litzen unverletzt, ging das mit dem verschrumpfen gut.
Achtung: Isolation der Kabel sehr enpfindlich! läßt sich mit dem Fingernagel ablösen ( Sehr weich ) vermutlich wegen des Alters oder heißt das: wegen dem Alter ... wer kann´s wissen ???
Kabel jeweils wieder verlötet und Lötstelle mit weiterem Schrumpfschlauch versehen.
Alle drei verschrumpften Kabel nochmals mit Schrumpfschlauch verschrumpft, Stecker wieder montiert und den Sums Fotofiert:
DSC02929.JPG
DSC02929.JPG (74.52 KiB) 7472 mal betrachtet
Lima wieder montiert und auf stressfreie Verlegung des Kabels geachtet und wieder angeschlossen. Durch die Löterei ist das Kabel gute 30mm kürzer geworden, passt aber nach wie vor gut.

Danach den restlichen Rödel wieder eingebaut und Probelauf. Messungen des Ladestroms bei 14,5 Volt ab unterer Drehzahl ( etwas mehr als Standgas ) damit ein besseres Ergebniss als vorher, da war nämlich erst ab etwa mittlerer Drehzahl dieser Wert erreicht.

Werde sehen ob die Batterie jetzt besser geladen wird als bisher. Bekannt ist indes, das von der Lombardini - Lima keine Wunder zu erwarten sind ...

Ein letztes lustiges Kringelbild ohne Kringel im eingebauten Zustand:
DSC02930.JPG
DSC02930.JPG (807.87 KiB) 7472 mal betrachtet
leider wieder etwas unscharf ( und zu groooß, ich weiß, aber warum das letzte Bild größer geworden ist... 017) )

So, alles wieder gut.

gruß rolf, der jetzt Linkding und lustige Kringelbilder kann, HA, Welt nimm Dich in acht! Er hats dann doch geschnallt wie´s geht... fast jedenfalls

Re: Mögliche Schwachstelle Lombardini LIMA

Verfasst: So 11. Okt 2015, 09:24
von Guennie1568
Wenn'ste eh schon beim löten warst, warum hast dann nicht gleich die einzelnen Adern verlängert? Glaube nicht, dass das so lange hält. So nah an den Zähnen der Schwungscheibe. Mit längeren Leitungen hättest du womöglich einen günstigeren Verlegeweg nehmen können.

Re: Mögliche Schwachstelle Lombardini LIMA

Verfasst: So 11. Okt 2015, 15:53
von rolf.g3
moin,
Guennie1568 hat geschrieben:Wenn'ste eh schon beim löten warst, warum hast dann nicht gleich die einzelnen Adern verlängert?
... Hatte ich vor und auch schon das passende Kabel bereitgelegt, war aber nicht notwendig, weil es passt prima.
Guennie1568 hat geschrieben:Glaube nicht, dass das so lange hält. So nah an den Zähnen der Schwungscheibe.
So ist der originale weg des Kabels. Die Zähne der Schwungscheibe sind gut 2 cm entfernt. Das abschubbern der Isolation hatte nichts mit den Zähnen der Schwungscheibe zu tun gehabt. Man sieht ( schlecht, ich geb´s zu ) den Führungskanal des Kabels. An dessen Ende hatte es geschubbert...
Guennie1568 hat geschrieben:Mit längeren Leitungen hättest du womöglich einen günstigeren Verlegeweg nehmen können.
Sieht auf den Bilden tatsächlich so aus. Doch in der Realität... Hab´s vor der Demontage gründlich in Augenschein genommen und nochmal während des lötens. Ist aber nicht so. Die Verkürzung des Kabels um etwa 30 mm tut der Sache keinen Abbruch.
Weniger ist eben manchmal mehr, auch wenn die Praxis oftmals förmlich nach Verlängerung schreit, da gebe ich Dir unumwunden recht...

gruß rolf