Bremsscheibenwechsel beim M.Go

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rolf.g3
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Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von rolf.g3 » Fr 16. Jul 2021, 13:15

Ich wollte schon vor längerem die Bremsscheiben beim M.Go wechseln, bin aber erst heute dazu gekommen damit anzufangen.
Ich hab einen Satz Scheiben und Beläge beim freundlichen Holländer geordert und neulich tatsächlich in den Umzugskisten wiedergefunden 033)
Also den großen Ratschekasten aus der Werkstatt geholt und den Kompressor und den wunderbaren Schlagschrauber.
Als erstes die mittlere Mutter am Rad gelöst, die hält die Achse fest. Will ich die Scheibe wechseln, muss der ganze Kladeradatsch runter und die Nabe raus.
An der Mutter, SW 24 scheiterte mein Knatterding. Musste heiß machen und mit einer ordentlichen Verlängerung dann lösen.
Dann das Rad abschrauben, dazu zuvor, na klar, den Eimer auf den Wagenheber stellen und zwar so, das der Kasten nicht runterfällt.
Den Bremssattel hab ich dann auch abbekommen, wenn auch grenzwertig.
Alsdann den Bügel, der den Bremssattel am Querlenker angeschraubt ist.
Eine Schraube ging, die andere, Innensechskant SW 8, wurde rund. :(
Alle Schrauben, bis auf Radschrauben, wurden vorher mit Caramba eingesuppt und mit Brenner warm gemacht. Alubauteile sogar ziemlich lange.
Die Schraube, die rund wurde, muss nun ausgebohrt werden. Dazu aber VORHER eine neue besorgen. Feingewinde !!
Also den Rams wieder zusammengebaut.
Andere Seite ging nichtmal die Achsmutter auf, trotz Verlängerung:
DSC06457.JPG
DSC06457.JPG (67.69 KiB) 471 mal betrachtet
( Man beachte den Stein auf dem das Rad steht: Dieser diente ursprünglich als Radkeil und sollte ein Drehen des Rades verhindern ... )
Hab Feierabend gemacht...
Irgentwie kein Bock mehr gehabt.

gr
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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von guidolenz123 » Fr 16. Jul 2021, 13:20

Viel Erfolg ...
Gruß Guido
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Novafritze
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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von Novafritze » Fr 16. Jul 2021, 13:42

hi Rolfi, ganz schön Aktion bei Dir. Hast Du keine Hebebühne? :mrgreen:

Wenn Du anstelle des Ziegelsteines einen echten Radkeil verwendest, gibt's kein Überfahren. 8)
Ausserdem sollst Du ja auch nicht die Schrauben warm machen, sondern die Umgebung um die Schraube herum.

Ich hatte den gleichen Fall bei meinem Fahrzeug mit einem rund gedrehten Innensechskant.
Dieses Problem habe ich gelöst durch Aufschweissen einer Sechskant Stahlschraube (DIN 931, 8.8 ), genauer gesagt den Schraubenkopf hiervon. Mit der passenden Sechskant Nuß konnte ich dann die Schraube lösen.

Falls Du aus irgendwelchen Gründen nicht schweissen kannst, versuche es mit einem Schraubenausdreher/Linksausdreher.

Viel Spaß weiterhin :D

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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von rolf.g3 » Fr 16. Jul 2021, 14:32

Novafritze hat geschrieben:
Fr 16. Jul 2021, 13:42
Ausserdem sollst Du ja auch nicht die Schrauben warm machen, sondern die Umgebung um die Schraube herum.
Na sicher ! Hab ich ! ... ging trotzdem nich ...
Novafritze hat geschrieben:
Fr 16. Jul 2021, 13:42
Dieses Problem habe ich gelöst durch Aufschweissen einer Sechskant Stahlschraube
Man kommt kaum an die Schraube ( Vollversenkt ) und lustigerweise hab ich das schon gemacht: Passenden Imbusschlüssel stück abgeflext und eingeschweißt, dann mit der Ratsche / Knatter rausgejuckelt. Is aber schwierig da, wie gesagt, das Mistvieh vollversenkt ist und max 1/3 Umfang zum Schweißem bietet - so man mit der Schweißpistile überhaupt rannkommt ...
Novafritze hat geschrieben:
Fr 16. Jul 2021, 13:42
Hast Du keine Hebebühne?
DAS ist meine Hebebühne derzeit ( heute nur ohne Schnee :D )
DSC06078.JPG
DSC06078.JPG (1.25 MiB) 458 mal betrachtet
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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von guidolenz123 » Fr 16. Jul 2021, 14:34

Ich sehe da keine Hebebühne...nur 'ne Schnee-Bühne...der vergänglichen Art...
Gruß Guido
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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von Novafritze » Fr 16. Jul 2021, 14:44

okay, dann wäre der nächste Versuch mit einem Linksausdreher.
https://www.google.com/aclk?sa=l&ai=DCh ... d6BQgBEO8C

Schraube komplett ausbohren wird nicht funktionieren, bei einer Hoch vergüteten Stahlschraube und einer weichen (Aluguß?) Umgebung.

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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von rolf.g3 » Fr 16. Jul 2021, 15:41

Novafritze hat geschrieben:
Fr 16. Jul 2021, 14:44
Schraube komplett ausbohren wird nicht funktionieren, bei einer Hoch vergüteten Stahlschraube und einer weichen (Aluguß?) Umgebung.
Da bin ich nicht sooo sicher : So schnell wie das Ding rund war :shock: :shock: , Imbus ohne Verlängerung !
Das Problem ist der Mangel an Platz ...
Denke, wenn ich die Bohrmaschine plaziert bekomm, ist ein Ausbohren ( per Hand, hab ich schon öfter gemacht mit recht ordentlichen Ergebnissen ) durchaus denkbar - muss ja " nur " der Kopf weg :D. Der rest wird wahrscheinlich von selbst abfallen, wie immer ...
Das Material der Schraube ist bestimmt KEIN 8.8 Auch die Tiefe des 6 Kant ist maximal 5 mm, also für eine Schraube dieser Dimension eher wenig.
Hatte seinerzeit, vor Jahren, beim Wechsel der Bremszangen, diese Schrauben offen, damals auch mit recht schweren Vorgehen. Hatte deshalb mit Caramba eingeseucht und heiß gemacht.
Lustig werden die Schrauben der Bremsscheibe, die sind jetzt seit 2007 ( ? ) und 100.000 Kilometer an Ort und Stelle - Innensechskant, was sonst ..

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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von rolf.g3 » Fr 16. Jul 2021, 15:42

guidolenz123 hat geschrieben:
Fr 16. Jul 2021, 14:34
Ich sehe da keine Hebebühne...nur 'ne Schnee-Bühne...der vergänglichen Art...
Ja, DAS IST meine Bühne, erhebend - nicht wahr :D :D

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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von guidolenz123 » Fr 16. Jul 2021, 16:17

:lol: :lol: :lol:
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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von macbloke » Mi 21. Jul 2021, 17:12

Ist echt übel der rams mit den alten Schrauben.

DA hab ich zum teil über Wochen ( also die depressiven tagen und Erholungspausen dazwischen mitgerechnet) benötigt.

Druckluftschrauber hat viel gegholfen, da ging einiges mehr mit raus.

Aber letzetnendes habe ich mir geschworen, falls es Teile billig neu gibt: abflexen und neu.

Ärgert mich übrigens auch an meinen 2T Roller, aber den hatte ich neu und von anfang an sehr viel mit Kupferpaste eingeschmiert.

Richtig blöd: Auspuffaufhängung. Auch noch Alu Stahl... da ist ärger vorprogrammiert.... Ausbohren und dickere neu.

Weil ich da auch noch anderen Auspuff einbaute, gabs zudem Probleme mit der Montage des Krümmers, und die HAlterung passte auch nie so richtig. Alles umgebaut, und stabilere Schrauben und Muttern genommen, statt festbackene Stahlschrauben in Alublock. So ein driss auch noch serienmäßig.

ich drück dir die Daumen das du es schaffst
....
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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von rolf.g3 » Mi 21. Jul 2021, 17:48

macbloke hat geschrieben:
Mi 21. Jul 2021, 17:12
ich drück dir die Daumen das du es schaffst
....
Ach klar !
Ich seh mich den ganzen Quatsch Ausbauen und auf die Werkbank schmeißen um letztlich den Imbuskopf auszubohren. Dürfte eigentlich kein Thema sein, selbst mit stumpfen Bohrer sollte das gehen ...so schnell wie die Schraube " rund " geworden ist ...
Ab morgen ist Lepori wieder da - lt Ausschreibung !
Werde anrufen und einen Satz neuer Schrauben bestellen - zur Not auch neue Bremssattelbrücken - also das Teil, an das der Sattel geschraubt wird und wiederum mit den blöden Imbus an die Nabe gebaut wird.
Werd mich entsprechend mit der Flex austoben ...

Eine blöde Feissarbeit auf die ich im Moment garkein Bock hab - genau wie bei der alten Schneefräse. Da fehlt eine Mutter und eine U-Scheibe. M15x1,5. Gibts aber nicht, so der örtliche Werkstattmeister bzw, das wär ein anderes Maß, oder die Chinesen hätten da was gemurkst. " Ne, das ist ´n steinaltes schweizer Fabrikat mit MAG-Motor. "
Dann sei erstrecht so ein krummes Gewinde nich drauf !
Hab zuhause einfach eine M15x1,5 gedreht, etwas tiefer geschnitten und passt ...
Endlosgelaber für nix, genauso seh ich das mit denen blöden Schrauben: Endlosschrauberei für nix ...

Aber wie gesagt, wird schon ...

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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von Novafritze » Do 22. Jul 2021, 00:07

hi Rolfi, :D
bevor Du dich in vermeidbare Bohrarbeiten stürzt, mache noch einen Schweißversuch.
Diesmal nimm eine Mutter (geeigneter Größe, so dass ihr Innendurchmesser etwas kleiner ist als der Aussendurchmesser des Inbusschraubenkopfes ) und setze sie dort auf. Dann schweiße die Mutter von innen auf den Schraubenkopf, mit hohem Strom und verhältnismäßig langsamem Drahtlauf (weniger Draht). Das müsste so viel halten um die Schraube nun zu lösen.
Ggf. sicherheitshalber Einstellung und Versuch an einer anderen Schraube vornehmen.

Grüße, Fritze

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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von HerrToeff » Do 22. Jul 2021, 06:55

folgendes bitte nicht als Schlaumeierei verstehen sondern ernstgemeinte Frage.. weil mir evtl auch so eine Reop ins Haus steht..

Kann es sein dass diese Imbusschrauben mit hochfester Schraubensicherung eingedreht sind? Oder mit diesem Klarlack mit dem man Bremsbeläge auf den Träger presst? Das Zeug löst sich erst bei ca 300Grad auf und sitzt wie verschweisst..


Andererseits ... Aixam.. Ligier .. tun die zusätzliche Handschläge, nur weil das Produkt dann besser wird? 101)


Völlig neu war mir der Gedanke nur die Umgebung der Schraube heiss zu machen, ich habe immer die ganze Geschichte heiss gemacht und irgendwie ging es dann zu lösen.. so präzise nur die Schraube mit dem Brenner auszulassen, traue ich mir gar nicht zu . Klar verstehe ich den Gedanke -das Gewinde dehnt sich aus die Schraube nicht- aber ich selber krieg das so präsise nicht hin.

Nur zu meiner info, um es zu wissen.: sind die Achsschrauben also die, die aufging und die die trotz Verlängerung nicht aufging, beides normale Linksgewinde?
lieben Gruß

kleinere orthografische Mißgeschicke mache ich von Hand. Für das ganz grosse Chaos sorgt die automatische Rechtschreibkorrektur

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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von macbloke » Do 22. Jul 2021, 07:41

Novafritze hat geschrieben:
Do 22. Jul 2021, 00:07
hi Rolfi, :D
bevor Du dich in vermeidbare Bohrarbeiten stürzt, mache noch einen Schweißversuch.
Diesmal nimm eine Mutter (geeigneter Größe, so dass ihr Innendurchmesser etwas kleiner ist als der Aussendurchmesser des Inbusschraubenkopfes ) und setze sie dort auf. Dann schweiße die Mutter von innen auf den Schraubenkopf, mit hohem Strom und verhältnismäßig langsamem Drahtlauf (weniger Draht). Das müsste so viel halten um die Schraube nun zu lösen.
Ggf. sicherheitshalber Einstellung und Versuch an einer anderen Schraube vornehmen.

Grüße, Fritze
Das ist mal eine konkrete Angabe. Ich schweisse zwar auch selber, nur für mich, allerdings muss ich jedesmal ewig fummeln bis ich alle Einstellungen so habe das ich zufrieden bin....

Wenn Füllmaterial, Gas und Geräteinstellung stimmen, bekomme ich das schweissen hin. On Top dann noch ein Hinweis wie die Naht zu legen ist, bisschen üben und dann siehts sogar gut aus....

Der Beitrag bekommt von mir 5 Sterne! :-)
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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von Novafritze » Do 22. Jul 2021, 10:55

Naja, ich hätte auch noch schreiben können, dass vor dem Schweißen die Batterie abzuklemmen ist, der Brenner so zu halten ist, dass der Draht zentrisch und senkrecht zur Schraubenachse läuft, usw.
Aber ich wollte Rolf auch nicht einen DAU unterstellen.

Machst Du Notizen über die richtigen Einstellungen ?
Das ist sehr hilfreich für zukünftige, gleichartige Schweißarbeiten.

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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von rolf.g3 » Do 22. Jul 2021, 12:52

Novafritze hat geschrieben:
Do 22. Jul 2021, 10:55
dass vor dem Schweißen die Batterie abzuklemmen ist,
Darüber ist vor einiger Zeit eine Kontroverse entfacht, die das Schweißen von KFZ fast unmöglich macht - zumal die elektronik heutiger Fahrzeuge so manche Gedanken aufkommen lassen, betreff Spannungsspitzen... 101) 101)

Die einen sagen, man soll die Batterie abklemmen, damit die Stromkreise unterbrochen sind und die Batterie nicht mit den hohen Strömen kämpfen muss.

Dem wiederspricht die Gegenseite, das das Abklemmen der Batterie grade den elektrischen und vor allem den elektronischen Bauteilen zusetzen könne, da nur die Batterie die Spannungsspitzen effektiv puffern könnte und so die empfindliche Elektronik schützen würde. Also nicht abklemmen !

Bis ich in der Vergangenheit daran gedacht hatte die Batterie abzuklemmen, war meist die Arbeit getan und ich war schon am Spachteln.
Ich hatte noch nie beim Schweißen Probleme mit der Elektronik ! Hab noch nie einen Airbag ausgelöst oder Bordcomputer blöde gemacht.
... und noch nie wirklich die Batterie abgeklemmt - denke, das ist überbewertet

###
macbloke hat geschrieben:
Do 22. Jul 2021, 07:41
allerdings muss ich jedesmal ewig fummeln bis ich alle Einstellungen so habe das ich zufrieden bin....
Üben, üben, üben ...

Ja, leicht gesagt, aber anders bekommst Du´s meist nicht hin...
Es gibt gewisse Grundregeln, zB Elektrodendurchmesser x 40 = Schweißstrom, heißt: Elektrodendurchmesser 2,5x40 = 100 Amp Sweißstrom
Das gld für Schweißtrafo´s, hast Du einen Konverter. ist mglwse diese Formel für´n Ar..h
Andere Grundregel: Mach ! Es wird keiner kommen und das für Dich erledigen !
Ich suche seit Jahren dieser Grundregel den Gegenbeweis zu liefern, aber tatsächlich ist bis heute noch KEINER gekommen um zB meinen Schuppen aufzuräumen 088)
Genauso verhält es sich mit Staubsaugen, Fensterputzen oder Straße kehren - Essen machen ( die große Ausnahme, die die Regel bestätigt !! ) wurde bereits wiederlegt, kostet aber immer ´nen Haufen Geld und schmeckt meist nicht ... :(

###
HerrToeff hat geschrieben:
Do 22. Jul 2021, 06:55
Kann es sein dass diese Imbusschrauben mit hochfester Schraubensicherung eingedreht sind?
Oh, nein, ganz klares NEIN !!!
Hab vor etwa 53.000 Kilometer die Bremssättel gewechselt - alle 4 ! - und hatte so diese Schrauben alle offen.
Werkseitig war vlt mal ein Klexchen Pampe draufgeschirakelt - ich hab aber nix draufgeschmiert.
Die Schrauben haben sich festgegammelt über die Jahre. Das ist passiert, nix anderes... 076)
HerrToeff hat geschrieben:
Do 22. Jul 2021, 06:55
Völlig neu war mir der Gedanke nur die Umgebung der Schraube heiss zu machen, ich habe immer die ganze Geschichte heiss gemacht und irgendwie ging es dann zu lösen.. so präzise nur die Schraube mit dem Brenner auszulassen, traue ich mir gar nicht zu . Klar verstehe ich den Gedanke -das Gewinde dehnt sich aus die Schraube nicht- aber ich selber krieg das so präsise nicht hin.
Das Problem: Harter Stahl in weichem Alu.
Stahl, auch wenn er wie in meinem Falle weich ist wie Butter, ist immernoch härter als Aluminium Druckguss, denn geschmiedet ist der Rotz bestimmt nicht !
Sinn des erwärmens:
Im laufe der Zeit läuft der Stahl an. Ob nun im Gewinde oder nicht, er rostet. Auch nur minimalste Rostschichten unterliegen dennoch den Naturgesetzen, bedeutet: Rost ist im Volumen größer als der/die Urstoffe.
Klar, am Ferritmolekül setzt sich ein Sauerstoffatom an. Wird also mehr. IM Gewinde ist traditionell wenig platz um dieser Materialumformung und vermehrung rechnung zu tragen, somit klemmt die Schraube täglich mehr in ihrem Sitz.
Zuletzt spricht man sogar von " Kaltverschweißt " wenn so eine Verbindung sich garnicht lösen will.
Dann greift man zum Brenner und erwärmt das alles.
Zu heiß darf der Rümpel natürlich auch nihjt werden, Alu schmilzt schon recht früh, bei Stahl kann erhöhte Wärmebelastung seine Festigkeit verlieren oder durch " Anlassen " seine Härte einbüßen.
In meinem Fall kann man sich gut den unterschiedlichen Dehnungscoeffizienten der verschiedenen Materialien zunutze machen: Aluminium dehnt sich bei Erwärmung stärker als Stahl, das kann die Verschpannung im Gewinde lösen.
Aluminium hat auserdem noch die Eigenschaft, Wärme scheller - viel schneller - als Stahl zu transportieren. Daher ist das anwärmen nur von der Schraube eher schlecht - man sollte wirklich alles warm machen um überhaupt einen effekt zu haben.

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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von Novafritze » Do 22. Jul 2021, 13:19

Und? Was wirst Du nun tun, Mutter aufschweißen oder ausbohren? 8)

Deine "Grundregel" ist nur eine ungefähre Größe und trifft auch nur auf Stabelektroden zu. Bei Drahtelektroden (Schweißdraht) helfen nur die Angaben des Geräteherstellers, oder eine moderne Steuerelektronik mit Speicher, oder die eigenen Einstellungsversuche und Notizen.

Noch am Rande: Die sogen. Kaltverschweißung hat generell nichts mit Rost zu tun, Es gibt sie auch zwischen z.B. Alu und Edelstahl.

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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von rolf.g3 » Do 22. Jul 2021, 14:49

Novafritze hat geschrieben:
Do 22. Jul 2021, 13:19
Kaltverschweißung hat generell nichts mit Rost zu tun
Rost = Oxidation = Verbrennung ( wenn auch die langsamste ) - unter gewissen Umständen oxidiert sogar Edelstahl ---
Weil aber nicht generell, soll bei Verwendung von Edelstahlschrauben im Moped / Motor immer mit Schraubensicherung verbaut werden.
Alu oxidiert sehr schnell, Stahl nicht so schnell und Edelstahl uU überhaupt nicht.
Novafritze hat geschrieben:
Do 22. Jul 2021, 13:19
Und? Was wirst Du nun tun, Mutter aufschweißen oder ausbohren? 8)
Mal schaun was ich mach, die Schraube ist, wie gesagt, vollversenkt, da schaut nix raus zum aufschweißen oder sonstwas - und wenn´s zu heiß wird ... is ja letztlich ein Teil von der Bremse ...
Von daher also eher Bohren, doch für die Bohrmaschine ist wenig Platz...
Novafritze hat geschrieben:
Do 22. Jul 2021, 13:19
oder die eigenen Einstellungsversuche und Notizen.
Nun, ich hab nur meine Erfahrungen ... diese sind wie sie sind... Hab nie einen Schweißerschein oä gemacht, aber schon einiges gemacht in dieser Richtung... Vom Brenner bis zur Elektrode, hauptsache es bruzzelt :D

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Re: Bremsscheibenwechsel beim M.Go

Beitrag von macbloke » Do 22. Jul 2021, 23:20

Novafritze hat geschrieben:
Do 22. Jul 2021, 10:55
Naja, ich hätte auch noch schreiben können, dass vor dem Schweißen die Batterie abzuklemmen ist, der Brenner so zu halten ist, dass der Draht zentrisch und senkrecht zur Schraubenachse läuft, usw.
Aber ich wollte Rolf auch nicht einen DAU unterstellen.

Machst Du Notizen über die richtigen Einstellungen ?
Das ist sehr hilfreich für zukünftige, gleichartige Schweißarbeiten.
HMMM. JA und nein.

Ich hab es mal in ein Buch geschrieben das ich im Schweißgerät aufbewahrte. Aber das hab ich dann wieder abgegeben. Wra ein schönes mit 4 Rollenatrieb und Alu Schweissmöglichkeit. 210Amp.

Jetzt hab ich ein anderes, von einem KFZ Schlosser meister. Ein Lorch. Dass hab ich immer so benutzt wie es eingestellt war, aber da hat mal jemand dran gespielt. HAb nur Autobleche damit geschweisst, wie der KFZ Schlossermeister auch.jetzt weiß ich nicht wie es Stand... habs auch nicht aufgeschrieben.
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Beitrag von HerrToeff » Sa 24. Jul 2021, 16:06

lieben Gruß

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