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Motorsäge
Verfasst: Mo 26. Dez 2016, 17:57
von Lori
Hallo zusammen,
neulich hatte ich zum ersten mal seit ca. 1 Jahr, wieder meine alte Stihl 009, wieder im Betrieb. Sie sprang wie immer sehr gut an, nur als ich quer sägen wollte, ging sie immer aus, dass war das erste mal, seit 30 Jahren, dass mit ihr etwas nicht stimmte.
Im Netz war zu lesen, dass sie da wahrscheinlich, falsche Luft, durch die harten Simmerringe, an der Kurbelwelle, zieht.
Ich dachte mir, da warte ich mal einige Tage, damit evtl. durch das Öl/Benzingemisch, der Kunststoff, wieder etwas weicher wird. Und tatsächlich, jetzt läuft sie wieder super.
Das ist der Beweis, dass es manchmal gar nicht so gut ist, wenn eine Maschine, lange nicht im Betrieb ist.
Schöne Grüße, Lori
Re: Motorsäge
Verfasst: Mo 26. Dez 2016, 18:39
von 50ccm
Hallo
Hast du die Säge in der Zwischenzeit mal getankt ?
Re: Motorsäge
Verfasst: Mo 26. Dez 2016, 18:43
von guidolenz123
Re: Motorsäge
Verfasst: Mo 26. Dez 2016, 21:05
von Reinhard710
Ich denke eher, daß die Membranen im Vergaser verhärtet waren.
Da die Säge ja lageunabhängig arbeiten soll, erfolgt die Kraftstofförderung durch eine Membran, die durch die Druckschwankungen im Kurbelgehäuse in Vibration versetzt wird. Ist die Membran verhärtet, klappt das nicht. Durch den Kraftstoff wird die Membran wieder weich, aber irgentwann ist natürlich damit Schluß.
Der Tausch der Membranen ist aber einfach, nimm aber am besten die originalen von Stihl, der Mehrpreis von vielleicht 5,- lohnt sich.
Sind die Wedis verschlissen, magert durch falsche Luft das Gemisch ab, was sich zunächst durch (ganz leichtes) Herausdrehen der Schraube "H" am Vergaser ausgleichen lässt. Aber auch da ist irgentwann Schluß, dann frisst der Kolben.
Sofern die Wedis noch die ersten sind, sollte da vielleicht mal ein Tausch vorgenommen werden, aber bitte erst gucken, ob es noch Ersatz gibt. Stihl hat nicht immer Normteile verbaut!
Re: Motorsäge
Verfasst: Di 27. Dez 2016, 07:04
von Stegra
Reinhard710 hat geschrieben:Ich denke eher, daß die Membranen im Vergaser verhärtet waren.
Glaube ich nicht. Dann würde die Säge in allen Lagen nicht richtig sägen.
Fang erst mal mit den Benzinschläuchen und dem Tankpendel an. Kann sein das, das der Benzinschlauch bei der Tankdurchführung einen kleinen Riss hat, der sich öffnet, wenn das Tankpendel (Sieb am Benzinschlauch) seine Lage verändert.
Wechsel das Pendel gleich mit, da die Dinger sich auch zusetzen können. Falls Deine Säge einen Impulsschlauch hat, diesen auch gleich wechseln.
Nach 30Jahren darf die Säge doch mal einen Macke haben.

Re: Motorsäge
Verfasst: Di 27. Dez 2016, 08:39
von rolf.g3
moin,
Vor etwa 20 - 25 Jahren hustete die kleine Stihl vom Opa. Da er bewandert in Mechanik war ( Ausbilder für Dreher und Fräser ( Zerspahnungsmechaniker )) zerlegte er die Maschine, hate jedoch bald keine Lust mehr und räumte den Kram weg.
Etwas später, Opa wollte wieder sägen, kaufte er sich eine neue Säge ...
Vor 3 Jahren nun, hustete die neue Säge... Mittlerweile war Opa über die Regenbogenbrücke gegangen und Schwiegersohn wollte sägen. Fachmensch schüttelte nut mit dem Kopf, so das Schwiegersohn sich eine neue Kettensäge kaufte. Die alte kleine Stihl wurde gefunden vom Schwiegersohn. Er kaufte ein Rephandbuch und versuchte sein Glück - jedoch ohne Erfolg. Er sei Computerfachmensch und habe von Mechanik keine Ahnung, hatte er mir gesagt. Er fragte mich ob ich da noch was machen könne. Klar, sagte ich. Da geht noch was.
Da der Schwiegersohn aber bereits eine neue Säge gekauft hatte schenkte er mir die Brocken mit der Bitte die fertige Säge in Aktion sehen zu dürfen.
Er freute sich darüber, das es noch Leute gibt die so alten Kram wieder in Wallung brächten als er mit der kleinen Stihl sägte-
Alles Gummi neu und einen Dicht.- und Membrahnesatz für den Vergaser.
Nach 30 Jahren sollte eine Revision der Maschine durchgeführt werden, egal wie sie jetzt läuft. Durch eine Überhohlung kann sie nochmal 30 Jahre halten...
gruß rolf
Re: Motorsäge
Verfasst: Di 27. Dez 2016, 16:15
von Reinhard710
Stegra hat geschrieben:Reinhard710 hat geschrieben:Ich denke eher, daß die Membranen im Vergaser verhärtet waren.
Glaube ich nicht. Dann würde die Säge in allen Lagen nicht richtig sägen.
Fang erst mal mit den Benzinschläuchen und dem Tankpendel an. Kann sein das, das der Benzinschlauch bei der Tankdurchführung einen kleinen Riss hat, der sich öffnet, wenn das Tankpendel (Sieb am Benzinschlauch) seine Lage verändert.
Wechsel das Pendel gleich mit, da die Dinger sich auch zusetzen können. Falls Deine Säge einen Impulsschlauch hat, diesen auch gleich wechseln.
Nach 30Jahren darf die Säge doch mal einen Macke haben.

Das kann natürlich auch sein, erklärt aber nicht, warum die Säge nach einem Tag wieder lief.
Daher kam mein Verdacht mit den Membranen.
Vielleicht bekommen wir ja noch die Lösung des Rätsels präsentiert.
Re: Motorsäge
Verfasst: Di 27. Dez 2016, 20:30
von Lori
Hallo zusammen,
natürlich darf nach 30 Jahren mal etwas sein, ich hatte auch vorsorglich schon eine neue Membran, neue Benzinleitungen eingebaut und auch den Vergaser schon mehrfach gereinigt, Benzin war ganz frisch.
Ich denke, wenn ich neue Simerringe einbaue, werde ich noch lange Freude an der Säge haben.
Ich wollte das ganze nur mal so gesagt haben, falls mal wer, ähnliche Probleme hat.
Viele Grüße, Lori