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Thema Anfahrruckeln

Probleme mit Kolben, Zahnrad oder Riemen?

Moderatoren: guidolenz123, Fuddschi, rolf.g3

Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon rolf.g3 » 12.02.2017 18:29

moin,

Der Riemen wird gewechselt wenn er 1.) zu schmal geworden ist oder 2.) durch sein alter brüchig.
3 Jahre ist für einen Riemen praktisch Neuzustand. Wenn Der brüchig ist, ist er wesentlich älter als das Auto ...

Der Riemen gibt die Kraft über seine Flanken weiter. Im Ruhezustand macht es keinen Sinn ihn auf Spannung zu halten. Spannung baut sich in dem Moment auf, wenn die Motorvario zu arbeiten beginnt und den Riemen mitreißt. Ist der Riemen zu lang gleicht die Vario das aus. Leistungsverlust bzw geändertes Übersetzungsverhältniss ist dann allerdings gegeben.
Fazit: Der Riemen in einem Ü-Ei ist im Ruhezustand nicht in die G.Vario gequetscht.Eine Verformung demnach NICHT möglich. ( in meinem Nova, die G.Vario schließt wegen Scheibe nicht voll, kann der Riemen frei in der Vario bewegt werden )
Auserdem ist ein Riemen extzrem Steif aufgebaut. Bis der sich durch Druck verformt muß schon gewaltig was passieren.

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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon HerrToeff » 13.02.2017 10:45

Gut - ich habe mir auch zwischenzeitlich den Aufbau der Volvo/DAF Vario

http://www.marathos.de/volvo/oldtimer/cvt/index.htm

gegen die der Ü-Eier angeschaut

Tatsächlich ist die erstere Vario immer stramm - das Anfahrmoment kommt bei ersterem ausschliesslich aus der Fliehkraftkupplung, beim Ü Ei fand ich weniger Info es scheint das er da gerade so stramm ist und fest? auf dem Leerlauflager einerseits und der Getriebevario andererseits aufliegt. Frage hierzu - das Anfahrmomet kommt hier einerseits aus dem Schliessen der Motorvario andererseits - nach obigen Klugmachern also auch aus der Getriebevario. Das Ruckeln resultiert logischerweise aus der Übergabe des Anfahrmomentes.

Hierbei sind folgende Komponenten beteiligt: Motorvario, Riemen, Getriebevario.

Jedes der Teile hat eine eigene Umlaufgeschwindigkeit. Je nachdem ob das Ruckeln mit der Umlauffrequenz des entsprechenden Kandidaten übereinstimmt wäre doch ein Verdächtiger gefunden, oder? Und bitte ich will mich hier nicht als "Experte" aufspielen sondern mich selber damit in das Thema einarbeiten.

Übrigens, die Benutzerin "Mein Ligier" hatte 2015 auch ein seltsames Anfahrruckeln, das bei Riemenwechsel dann ersatzlos verschwand. Auch bitte das mir nicht gleich böse auslegen, ich versuche nur in das Thema Vario einzufinden.
( https://lepori.de/forum/viewtopic.php?f ... 332#p40332 )

Was das Alter des Riemens betrifft: Wenn er jetzt etwas über drei Jahre alt ist, ist er noch unter dem spätesten Wechselintervall von 5 Jahren ( https://lepori.de/forum/viewtopic.php?f ... all#p18448 ) , der Aussage "so gut wie neu" gebe ich angesichts meines mangelnden Expertentums weder Zustimmung noch Widerspruch, möchte aber zu bedenken geben, das ein Reifen (der ja auch Gummi enthält), welcher drei Jahre nicht fuhr sondern nur als Standfuss diente, unter widrigen Umständen auch "eckig" werden kann, also unrund läuft.
lieben Gruß

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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon rolf.g3 » 13.02.2017 12:20

moin,

Die Ü-Eier älterer Bauart haben keine Kupplung im klassischen Sinn. Neuere allerdings besitzen eine elektronische Kupplung ( DCI Motor mit Einparkassistent ) - von denen rede ich aber im Moment nicht.
Im Ruhezustand liegt der Riemen auf dem Freilauflager der Antriebswelle M.Vario. Wird der Motor gestartet beginnen nun die Gewichte nach außen zu treiben, gegen eine Feder in einer schiefen ebene. Im Leerlauf, bei etwa 800 upm sollte der Riemen immernoch reglos auf seinem Freilauflager liegen, die Variowangen haben sich aber schon etwas geschlossen. Abstand zum Riemen etwa 1mm auf jeder Seite.
Erhöht sich nun die Drehzahl des Motors streben die Gewichte gegen die Feder weiter nach außen, über eine Schiefe ebene wird die äußere Varioscheibe in Richtung Motor gedrückt. Der Moment ist erreicht und der Riemen bekommt an seinen Flanken Kontakt zu den Varioscheiben und beginnt zu laufen. Ist nun ein Gang eingelegt reicht der Anpressdruck allerdings noch nicht um die Kraft auf das Getriebe weiter zu geben - der Riemen schleift. Wieder erhöht sich die Drehzahl, nun streben die Gewichte mit der nötigen Wucht nach außen um den Anpressdruch zu steigern, der Riemen "verklemmt" sich mehr in der Vario und beginnt die Kraft zu übertragen. Je höher nun die Drehzahl wird, desto mehr wird der Riemen an den Flanken " zusammengedrückt ". Da der Riemen sehr steif ist und aufgrund seiner Bauform und der Bauform der Vario, quetscht der Riemen sich nicht sondern wird vielmehr, natürlich auch aufgrund der Rotation, nach oben gedrückt, er wandert.
Weil sich nun der Durchmesser der Auflagefläche ändert, welcher der Riemen mit der Vario verbindet, wird der Riemen "kürzer", um sich dem geänderten Durchmesser anzupassen.
Jetzt wiederrum zieht ( Wieder durch die Rotation ) der Riemen sich IN die G.Vario - hier verkleinert sich der Auflagedurchmesser entsprechend. Um den Auflagedruck beizubehalten wirkt in der G.Vario wieder eine Feder gegen die Verkleinerung.
Wichtig: Ein Riemen ( abgesehen vom Zahnriemen ) überträgt seine Kraft über die Flanken. Den dafür notwendigen Anpressdruck erhält der Riemen über seine Spannung. Ist die Spannung zu groß verschleißt der Riemen ( und die Wellenlager ) zu schnell, ist die Spannung und damit der Anpressdruck zu gering, schmiert der Riemen oder rutscht und wandelt die Kraft recht schnell in Wärmeenergie um - der Riemen verbrennt.
Durch die Abstimmung aller Komponenten einer Vario erhält der Riemen eine gute Spannung bei geringst möglichen Verschleiß.
Die Sammlung von Federn und schiefen Ebenen ist das schwierige, das abzustimmen ist nicht leicht, da Verschleiß ( Riemenbreite, Abnutzung der Gewichtegleiter, den Gleitern in der G.Vario, die ermüdung der Federn usw ) die Sache in einem ständigen wandel hält. Die Vario sorgt durch ihre Bauart für einen gleichmäßigen Lauf - dies funktioniert allerdings nur wenn alle Komponenten gut aufeinander angestimmt sind. Jegliche Aussagen zu dem Problem des Fragestellers sind extrem schwierig, da sich jede einzelne Maschine anders verhalten kann und jede Abstimmung auf speziell diese Maschine durchgeführt werden muß um einen perfekten Lauf zu gewährleisten.
Herstellerangaben sind dabei ausschlaggebend, alles andere ist Glaskugelleserei.

Fazit: Im Ü-Ei gibt es KEIN Bauteil ( ausnahme siehe oben ) das die spezielle Aufgabe der Kupplung übernimmt, das macht die Motor-Vario.
Das Ruckeln beim anfahren kann unglaublich viele Gründe haben, zB das die Vario den Riemen nicht gerade anläuft und der Riemen anfangs nur mitgezupft wird, heißt pro Umdrehung nur punktuell an der Varioscheibe anliegt. Ursache können hierfür ausgewaschene Variolager sein oder EIN Verschlissener Gewichtgleiter ( Bruch ? ) oder das fehlen von den G.Variogleitern. Schon sitzt die Vario schief und dieses Ruckeln tritt auf... das war aber nur eine von vielen Möglichkeiten.

HerrToeff hat geschrieben:Was das Alter des Riemens betrifft: Wenn er jetzt etwas über drei Jahre alt ist, ist er noch unter dem spätesten Wechselintervall von 5 Jahren ( https://lepori.de/forum/viewtopic.php?f ... all#p18448 )

Hierbei handelt es sich um den Zahnriemen des Lombardinimotors. Dieser Zahnriemen ist für die Ventilsteuerung des Motors zuständig und hat auf die Frage des Fragestellers mal überhaupt keinen Bezug - gaaaanz andere Baustelle !!!
Fliegt der Zahnriemen auseinander zerhackt es den Motor, und zwar sehr gründlich.
Fliegt der Treibriemen auseinander KANN er uU Flurschaden in der Umgebung anrichten.
Klar empfihlt der Hersteller den Wechsel des Treibriemens, der will ja auch was verdienen ...

HerrToeff hat geschrieben:Übrigens, die Benutzerin "Mein Ligier" hatte 2015 auch ein seltsames Anfahrruckeln, das bei Riemenwechsel dann ersatzlos verschwand. Auch bitte das mir nicht gleich böse auslegen, ich versuche nur in das Thema Vario einzufinden.
( https://lepori.de/forum/viewtopic.php?f ... 332#p40332 )


In diesem Fall könnte eine Beschädigung des Treibriemens die Ursache gewesen sein. Ist der Riemen zu lang ( nur etwas ) kommt es ( kann es kommen ), wie ich oben schon schrieb, zu einer punktuellen erwärmung durch Reibung, das Gummi löst sich in rauch auf. ( geht verdammt schnell, wer schonmal mit einem Riemengetriebenen Aufsitzmäger gestrüpp gemäht hat wird das wissen. 2 sec das Messer blockiert und der Riemen ( 86€ ) ist Rauch...)
Ist nun der Riemen im langsamen Umlauf wird er punktuell dünner, es hoppelt. Für Langsamfahrten / Anfahren heißt das : Ruckeln.

Ich bin KEIN Spezialist für diese Technologie, kein Fachmensch oder studiert. Was ich schreibe entspringt meinen Ansichten, die sich nicht anmasen richtig zu sein, meinen Erfahrungen - die auch zweifelhaften Ursprungs sein können, und meinen Erlebnissen- die zugegebenermaßen seeeehr subjektiv zu verstehen sind.
Ich versuche lediglich die Freude an meinen Hobby´s mit anderen zu teilen. Sollte ich hierbei dem einen oder anderen hilfreich gewesen sein, so freut mich das. Liege ich mit dem was ich sage falsch - dann ist das eben so 033)

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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon Fuddschi » 13.02.2017 18:00

rolf.g3 hat geschrieben: Ich versuche lediglich die Freude an meinen Hobby´s mit anderen zu teilen. Sollte ich hierbei dem einen oder anderen hilfreich gewesen sein, so freut mich das. Liege ich mit dem was ich sage falsch - dann ist das eben so 033)


Alles korrekt, ich hoffe, du konntest Herr Toeff Überzeugen :mrgreen: 023)
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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon Craic » 18.02.2017 12:29

Eine für mich sehr interessante Diskussion, auch wegen der teilw. differierenden Meinungen. Danke an Alle.

Mir ist mittlerweile klargeworden, dass bei dem Lombardini 492 DCI Motor mit der elektromagnetischen Ein- und Auskupplung wahrscheinlich ein m.E. sehr wichtiges wichtiges Bauteil fehlt: Eine Anfahrkupplung, bzw. Schleifkupplung. Als Ersatz wird der Keilriemen selbst geschliffen. Bei jedem Anfahren reibt die mit ca. 800 Rpm drehende Motor-Vario auf die Flanken des -noch- stehenden bzw. langsamen Keilriemens bis Keilriemengeschwindigkeit = Variogeschwindigkeit, und das Fahrzeug rollt. Soweit korrekt?

Dann müssten ja auch, falls man mit dem einen Fuss bremst, und gleichzeitig mit dem anderen Fuss Gas gibt, die Keilriemenflanken die volle Reibung aus 4kw absorbieren müssen? Oder, bei einer extremen Steigung, könnten die Keilriemenflanken abgerieben werden? -Mir erscheint das ziemlich unglaublich. Aus meinem technischen Verständnis müsste es irgendwo im Antriebsstrang des DCI eine andere Reibfläche geben, die thermisch und mechanisch geeignet ist, wiederholt und ohne Schaden zu nehmen "durchzurutschen". Jedes Mofa hat eine Fliehkraft-Rutschkupplung, damit der Treibriemen selbst nur ja zu keinem Zeitpunkt abgerieben wird. Die Reibung soll immer dort stattfinden, wo sie technisch dauerhaft und ohne perma-Schaden oder grossen Verschleiss beherrschbar ist, in den speziellen Reibbelägen der Fliehkraftkupplung.

Ich hoffe ich habe mich klar genug verständlich gemacht.: Ist es wirklich möglich, dass der Lombardini DCI auf eine thermisch belastbare Rutschkupplung komplett verzichtet, und die Anfahrreibung dem thermisch leicht zu schädigenden Keilriemen selbst zumutet??
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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon rolf.g3 » 18.02.2017 15:36

moin,

Craic hat geschrieben: und die Anfahrreibung dem thermisch leicht zu schädigenden Keilriemen selbst zumutet??


Ja, merkwürdig, nicht ?

Wie es jetzt beim DCI Motor im einzelnen aussieht weiß ich nicht. Kenne nur die "normalen".
Aber das war ja auch die Frage des Herrn Töff, ob der Treibriemen die Kupplungsarbeit mit übernehmen muß ...
Hat, so wie ich das sehe, was mit dem Gewicht des Fahrzeugs und dem Drehmoment des Motor´s zu tun, ob da nun eine Kupplung rein muß oder nicht.
Das ist auch der Grund warum der Treibriemen locker in seiner Warteposition liegen kann. Er übernimmt die Kupplungsfunktion.
Klar reibt sich der Riemen punktuell etwas ab, aber der Riemen in meinem Nova verrichtet dort schon über 30.000 Km seinen Dienst ohne wirklich weit vom Sollmaß weg zu sein...
Hält sich alles im grünen Bereich auf mit dem Verschleiß des Riemens. Dafür verschleißen die Reifen so gut wie garnicht und das Tankschloß wird auch nicht sooft benutzt das es sich abnutzt 033)

gruß rolf

PS: Hab doch tatsächlich vorgestern den Treibriemen vom Rasentrack in Rauch verwandelt 076) - der sollte noch gute 2 Jahre halten ... 86€ teurer Rauch - und ´ne Havanna war´s nicht 090
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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon Craic » 19.02.2017 21:07

Herr Toeff hatte angeregt, die Frequenz des Ruckelns zu beobachten, um der Ursache näher zu kommen. Mein Autochen ruckelt beim Anrollen mit ca. 2 Hz. Damit scheidet eine Schiefstellung der Motor-Vario - Aussenscheibe aus, denn die würde sich mit ca. 13 Hz bemerkbar machen, und das wäre dann auch schon kein merkliches Ruckeln mehr, sondern ein Vibrieren.

Also, was würde -im Leerlauf- eine Umlauffrequenz von rd. 2 Hz haben?

C.
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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon 50ccm » 19.02.2017 21:13

Hallo
Könnte eine Stelle am Riemen sein . Die Vario muss sich mehrmals Drehen bis die Stell wieder zur Vario kommt . 017)
Gruss Ernst

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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon macbloke » 20.02.2017 09:05

Hängt es mit dem Fahrgestell zusammen? Reifen? Federn? Stoßdämpfer? Gummilager?

Wenn es mit dem Antriebsriemen und den Varios zusammenhängen sollte, müsstest du das auch bemerken wenn du ohne Gang einzulegen langsam Gas gibst.
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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon rolf.g3 » 20.02.2017 09:19

moin,

Herr Töff sei Dank haben wir einen neuen Hinweis:

Craic hat geschrieben:Also, was würde -im Leerlauf- eine Umlauffrequenz von rd. 2 Hz haben?


Erscheint wirklich das
50ccm hat geschrieben:Könnte eine Stelle am Riemen sein . Die Vario muss sich mehrmals Drehen bis die Stell wieder zur Vario kommt . 017)


Nur, wie kann es zu sowas kommen ???
Einfach:
Scenario:
Wir fahren ein Normales Auto mit Gangschaltung. An einer Ampel müssen wir anhalten. Die Ampel steht an einem Hang so das wir auf die Bremse tretten müssen damit das Auto nicht rückwärz rollt.
Jetzt gibt es Zeitgenossen die das Auto " mit der Kupplung am Berg " halten.
Hat den Vorteil das man am Berg, wenn´s grün wird, leichter anfahren kann, hat aber auch den großen Nachteil das die Kupplung arg schnell verschleißt.
***
Überträgt man Das nun auf ein Ü-Ei bedeutet das: Es wird grade soviel Gas gegeben das der Wagen am Hang nicht rollt - das Ü-Ei wird eben " mit der Kupplung " am Berg gehalten. Das Getriebe dreht dabei nicht und also der Riemen auch nicht.
Weil der Riemen sich nicht dreht, die Vario aber mehr oder weniger Leicht an ihm reibt, könnte es an einer Stelle des Riemens zu einer sehr drastischen Veränderung gekommen sein. Ein Erhöhter Abrieb muß in diesem Fall nicht unbedingt gegeben sein, es könnte durch die entstehende Wärme eine Thermische Veränderung gegeben haben - mann kennt sowas von Bremsbelägen die wenn sie sehr warm waren und schlagartig abgekühlt werden " verglasen " können ( ähnlicher effekt ) oder Reifen die durch ihr Alter " hart" geworden sind und keine Haftung mehr aufweisen.
Durch die Wärme könnte punktuell der Treibriemen künstlich gealtert sein, aber nur an eben dieser Stelle, verliert daraufhin seine Haftung und rutscht durch. Ergebniss: Es ruckelt extrem beim anfahren.
Damit sei auch die Frequenz erklärt von etwa 2 Hz. Der Riemen läuft recht langsam bei erhöhtem Standgas, dabei kommt auch die verhärtete Stelle im Riemen voll zur Geltung - stimmt diese doch mit der Variofläche überein die den Riemen berührt. Nimmt die Drehzahl zu, erhöht sich die Fläche des Riemens/der Vario welche sich im Eingriff befindet: das Ruckeln höhrt auf.
Kommt es in hohen Drehzahlen nun dazu das die Riemenstelle, welche keine Haftung mehr aufbauen kann, deckungsgleich mit der im Eingriff befindlichen G.Variofläche ist, werschwimmt dieses Rutschen durch die Umlaufgeschwindigkeit zur unmerklichkeit.

Könnte so sein, muß aber nicht...

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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon Craic » 20.02.2017 12:27

Also, es ist jetzt klar: Die bittere Wahrheit ist, dass im Microcar M.Go der Lombardini LDW 492 DCI keine eigene Anfahr- oder Überlastkupplung hat. Und das betrifft damit auch alle Ligier LKfz mit diesem Motor.

Bei diesem Motor wird die Reibung zwischen Variomatik-Kegelrädern und Treibriemenflanken als einzige Rutsch-Kupplung genutzt. Man glaubt es nicht.

Angenommen, der Wagen steht am Hang, ist voll beladen, und soll aufwärts losfahren, was passiert?

Angenommen, es ist genau das passiert was man erwarten kann, die rasenden Kegelräderflanken haben den stehenden Treibriemen in einem kleinen Bereich poliert und -wahrscheinlich- durch die Reibungshitze verkokelt, dann hat der Treibriemen im polierten/geschädigten Bereich zumindest einen veränderten Reib-Beiwert gegenüber den "unpolierten" Bereichen. Logische, unvermeidliche Folge: Anfahrruckeln, d.h. intermittierendes Durchrutschen des Treibriemens beim Anfahren.

Weitere absehbare Folge waeren u.A. ein starke Belastung und früher Verschleiss der elastischen Motoraufhängungen, und eine starke Belastung der Abtriebswellenlager zu den Vorderrädern. Hierzu würde passen, dass bei meinem Auto nach 500 km Laufleistung bereits die Simmerringe an den Abtriebswellen undicht waren, und neu -Stand von heute bei 1.200km- das Getriebeöl voller Späne ist.

Darf man so etwas heute bauen, einen Motor und Antriebsstrang, von dem man geradezu erwarten kann, dass er zu einem ruckelnden Anfahren führen wird?
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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon rolf.g3 » 20.02.2017 12:44

moin,

Craic hat geschrieben:Hierzu würde passen, dass bei meinem Auto nach 500 km Laufleistung bereits die Simmerringe an den Abtriebswellen undicht waren,

Oh weh, das ist schlecht ...
Craic hat geschrieben:Stand von heute bei 1.200km- das Getriebeöl voller Späne ist.

Das wiederrum ist echt übel ...

Was heißt bei Dir > voller Späne< ? Ist ein arg subjektiver Ausdruck ... doch glaunbe ich fast, bei Deinem Verständniss, das das klare Öl wunderbar funkelt und glitzert ...

In Anbetracht der Übersetzungen beim Anfahren ist die Vario als Kupplungsersatz zu nutzen eher logisch als unverständlich. In unserem M.Go ( Yanmar - Motor ) ist ein Getriebe mit einer 11:1 Untersetzung verbaut, dazu noch die etwa 5:1 Untersetzung der Vario beim Anfahren. Der Treibriemen wird beansprucht, klar, aber nicht soviel wie Du jetzt befürchtest. Laufleistungen von 30.000 Km + sind mit einem Riemen doch normal. Wir fahren im M.Go zu 2. mit 3 Hunden und auch die Hügel rauf - gut, im Rhein Maingebiet gibt´s jetzt nicht soooo steile Berge wie in Östereich oder der Schweiz, doch fahren die Kisten dort auch schon lange.
Ich habe den DCI Motor in Verdacht ein Riemenfresser zu sein - hat dieser Motor doch ein wesentlich höheres Drehmoment als die herkömmlichen Motoren...

Im zuge der Rep vom M.Go - Getriebe hatte ich die Bauteile sehr in Augenscheinnahme genommen. Keines der Zahnräder wieß in irgent einer Weise verschleiß auf ( M.Go hat jetzt knappe 80.000 auf der Uhr ). Am Magneten der Ablassschraube hingen ein paar Spänchen.
Das Differential ( Alublock ) war im Bereich der Satelitenradlagerung ausgewaschen.
Ansonsten läuft der Motor/Getriebe reibungslos ...
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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon HerrToeff » 21.02.2017 15:07

Also ich habe die Grenzen meines Wissens erreicht - es war auch nie als wettbewerb gegen die hier anwesenden Cracks gedacht. Von daher möchte ich der Chips und Bier Fraktion nochmal sagen bei mir geht es eher um Aufklärungsarbeit als um Überzeugungsarbeit bezüglich der Realitätswahrnehmung.

Neu war für mich eben die Aussage dass die Getriebevario in Ruhezustand keinen Druck auf den Riemen ausübt, ich hatte den - hiermit korrigierten- Eindruck dass der Riemen stramm drinnsitzt. Danke Rolf.

Da ich selber -aus massloser Blödheit- schon versehentlich hart mit der Vario gegen die Handbremse angelaufen bin, denke ich man muss super massiv kräftg unsinn bauen um eine Kuhle in den Riemen zu fräsen. Aber gut hab ich eben glück gehabt ... hat noch nicht mal gestunken

Ich selber bin ein Feigling - hätte ich gerade "eine handvoll Späne" aus dem Getriebe geholt würde ich keinen Meter mehr fahren sondern erst das Getriebe auswechseln oder suchend auseinanderschrauben. Ich meine, das Anfahrruckeln könnte ja ein Resonanzprodukt einer zerkrümelten und damit abwesenden Lagerrolle sein, was sich dann durch den Radialvektor beim Fahren wieder gibt. Allerdings ist es -wie oben erwähnt- auch unabdingbar nötig vor wilden Reparaturen mittels giessen des Öls durch ein Sieb fetzstellen ob es auch wirklich späne sind. Solche kapitalschäden machen doch auch durch laute Mahlgeräusche auf sich aufmerksam, deren Beobachtung du uns doch sicher nicht vorenthalten hättest.

Jedenfalls sag ich wieder, mir fehlt einfach Eure praktische Erfahrung am Gesamtkunstwerk " Leichtmobil" und die welche hier Aussagen in solche Richtung treffen, haben recht.

Dennoch - hast Du visuell oder technisch überprüft ob diese 2 hz Frequenz irgentetwas mit dem Riemenumlauf zu tun haben? Also nicht nur gefühlt oder geschätzt sondern gemessen?

ZB einen fetten Punkt mit Kreide oben auf den Riemenrücken und jemand mitstoppen lassen beim Anfahren?

Die Aussage von MacBloke ub Bezug auf Fahrwerkskontrokke ist auch sehr hilfreich, ich hatte sowas auch schon in Bezug auf McPherson Schubstrebe oder Querlenkerbuchsen, war aber eher Schlackern und Klopfen, als Ruckeln. Es sollte halt mal jemand dem Antriebschemel live zusehen beim Anfahren.

P.S. An alle die das fehlen der Kupplung bemängeln - die DAF Vario meines Volvo 340 hatte diese Kupplung. Eine fliehkraftbetätigte Scheibenkupplung. Ein wahrgewordener Schrauberalptraum. Lieber 10 Riemen wechseln als diese Kupplung auch nur nachstellen. Gut wäre ein Freilauf an der Getriebevario, aber motorseitig ist das ein unnötiges Mühsal.

Was das Anfahren am Berg mit voller Zuladung und Anhänger betrifft, keine Sorge, der Riemen muss ja nur das Drehmoment der Kurbelwelle weitergeben, die Kraft kommt ja erst aus der untersetzung des Getriebes, das hier Befürchtete Radieren kommt also nicht auf, die Fuhre setzt sich bei gefühlvollem Anfahren ruckfrei und sanft in Bewegung - aber nur wenn alles stimmt eben. Ich meine, Aixam zumindest, trägt doch noch nichtmal eine Steigungsbeschränkung für den AHK:Betrieb ein. Und da gehört Anfahren dazu.
lieben Gruß

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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon Craic » 22.02.2017 11:55

Ein Zwischenstand.

Der Ligier M.Go Highland DCI (2013) mit 1.200 km Laufleistung ist seit Montag in der Werkstatt. Ein Dämpfer hinten links leckte, und wurde ersetzt. Die Hupe war ohne Funktion und wurde ersetzt. Die Gummiteile Ansaugkanal und Aufhängung Abgasanlage waren brüchig und wurden erneuert. Desgleichen die leckenden Simmerringe an den Kardanwellen. Bei der Demontage der leckenden Simmerringe wurde gefunden, dass das Motoröl silbrig schimmerte. Späne.

Gestern habe ich das demontierte und zerlegte Getriebe gesehen. Metallmehl am Magnetbolzen. Keine gebrochenen Zähne oder beschädigten Zahnflanken. Eine der eigentlich kreisrunden Durchgangsbohrungen im Gehäuse des Differentials war oval erweitert, der Aussenrand einer Durchgangsbohrung daneben war seitlich scharfkantig vergrated und zeigte im Gratbereich Abdrücke eines Gewindes.
Was immer dort im Getriebe vermahlen worden ist, gehörte nicht zu Funktionsteilen des Getriebes.
Nach Rücksprache mit Ligier wird das Getriebe wieder zusammengesetzt montiert, neu aufgefüllt, und nach einer Zeit wieder kontrolliert.

Der Treibriemen war an drei Stellen -auf der Zahnseite- gebrochen. Er wird ersetzt.

Die Werkstatt möchte mir bei einer Probefahrt mit deren eigenem Ligier beweisen, dass das Ruckeln meines eigenen Fahrzeugs völlig "normal" ist.

Ich berichte weiter.
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Re: Thema Anfahrruckeln

Beitragvon HerrToeff » 22.02.2017 13:13

rolf.g3 hat geschrieben:moin,

Craic hat geschrieben: und die Anfahrreibung dem thermisch leicht zu schädigenden Keilriemen selbst zumutet??

..
Aber das war ja auch die Frage des Herrn Töff, ob der Treibriemen die Kupplungsarbeit mit übernehmen muß ...
....

echt? darum gehts also hier ... und ich dachte um Anfahrruckeln des Herrn C.

Also ... wenn ichs gefragt hab ... weiss ichs jetzt. Danke.


Übrigens ist u.A. deswegen die Motorvario aus Alu - Wärmeabfuhr. Die hartverchromte Stahlscheibe des Volvo 360 hätte sich schwerer getan
lieben Gruß

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